de.wedoany.com-Bericht: Takahiro Mori, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Nippon Steel, erklärte, dass der Gewinn von US Steel in diesem Jahr voraussichtlich 100 Milliarden Yen (etwa 6,24 Milliarden US-Dollar) übersteigen werde. Die Marktaussichten bis 2027 seien stark, und langfristig könne der jährliche Gewinn 300 bis 400 Milliarden Yen erreichen.
Mori beschrieb das Marktumfeld in den USA als äußerst günstig. Der Preis für Warmband liege bei über 1.200 US-Dollar pro Tonne, mehr als doppelt so hoch wie in Asien. Um diesen Preisvorteil zu nutzen, habe US Steel im März einen stillgelegten Hochofen in Illinois wieder in Betrieb genommen, der nun mit voller Kapazität laufe.
Diese Aussagen erfolgten ein Jahr nach der Übernahme von US Steel durch Nippon Steel für 14,9 Milliarden US-Dollar. Der 18-monatige politische und regulatorische Kampf war zuvor in Washington auf Widerstand gestoßen.
Laut Mori seien rund 100 japanische Mitarbeiter von Nippon Steel an 260 operativen Verbesserungsprojekten beteiligt, um die Produktivität zu steigern und Synergien zu schaffen. Der Vorstand von US Steel habe etwa ein Drittel der von Nippon Steel bis 2028 zugesagten Investitionen in Höhe von 11 Milliarden US-Dollar genehmigt. Bis 2035 werde ein jährlicher Gewinn von 3 Milliarden US-Dollar erwartet.
Mori räumte Kosteninflation, Arbeitskräftemangel sowie globale Unsicherheiten durch geopolitische Spannungen und Protektionismus ein. Dennoch werde Nippon Steel seine Auslandsmärkte weiter ausbauen, mit Schwerpunkt auf den USA, Indien, Thailand und Europa.
Er erklärte, Nippon Steel strebe an, den Auslandsgewinn bis 2030 auf über 500 Milliarden Yen zu steigern – fast das Fünffache des Niveaus des Geschäftsjahres 2025. Mori, der die Übernahmeverhandlungen mit US Steel geleitet hatte, betonte, dass globale strukturelle Veränderungen es für international tätige Unternehmen noch wichtiger machten, Beziehungen zu wichtigen politischen Entscheidungsträgern und Regierungsbeamten aufzubauen sowie Investitionen und Betrieb mit der nationalen Industriepolitik in Einklang zu bringen.
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