de.wedoany.com-Bericht: Brasiliens erste Eisenerz-Umladeoperation auf hoher See begann am 7. August etwa 22 Kilometer vor der Küste des Bundesstaates Piauí. Das Frachtschiff Konta II übergab 9.000 Tonnen Eisenerz aus Piripiri an den Schwimm-Speicher Venture, und diese Ladung wird schließlich mit dem von Cosco Shipping betriebenen Capesize-Frachter Marine Victory nach China transportiert – insgesamt rund 110.000 Tonnen. Die Konta II war am 5. August vom Porto Piauí in Luís Correia aus in See gestochen.

Die Umladeoperation ist mit etwa zehn Kurzfahrten der Konta II geplant, die jeweils rund 9.000 Tonnen Mineral vom Terminal abtransportiert, um schließlich die 110.000 Tonnen zu erreichen. Der Händler dieser Eisenerzladung ist Xiamen Xiangyu, ein chinesisches Unternehmen, das international mit mineralischen Rohstoffen handelt.
Das vom Porto Piauí eingesetzte Umladesystem arbeitet mit drei Schiffen im Verbund. Die Konta II ist 109 Meter lang und 26,8 Meter breit und transportiert das Mineral vom Terminal zur Venture, die etwa 22 Kilometer vor der Küste ankert; die Venture ist 190 Meter lang, 32 Meter breit und hat eine Kapazität von 48.000 Tonnen, sie dient als Zwischenlagerplattform; anschließend wird die Ladung auf die Marine Victory übergeben, die 250 Meter lang, 43 Meter breit ist und eine Kapazität von 114.000 Tonnen hat.
Der Porto Piauí erklärte, diese Technologie sei in Brasilien ein Novum und werde als dauerhafter kommerzieller Betrieb geführt. Dieses Modell wird bereits in Ländern wie Ecuador, Singapur und Guinea-Bissau eingesetzt und ermöglicht es, den Exportstart um bis zu drei Jahre vorzuziehen, ohne auf die Fertigstellung von Anlagen mit größerem Tiefgang am Terminal warten zu müssen.
Das bei dieser Lieferung transportierte Mineral wird von Lion Mining produziert. Dieses in Piauí ansässige Unternehmen wurde 2022 gegründet, betreibt drei Minen in Piripiri und hat eine Jahresproduktion von 1,5 Millionen Tonnen mit einem Eisengehalt von 65 Prozent. Lion Mining hat einen langfristigen Vertrag mit der Companhia Porto Piauí abgeschlossen, über den insgesamt bis zu 10 Millionen Tonnen Erz über diesen Terminal transportiert werden können.
Nach Angaben des Planungssekretariats von Piauí (Seplan) stieg die Eisenerzproduktion des Bundesstaates zwischen 2023 und 2024 um über 4.000 Prozent, womit Piauí zum sechstgrößten Eisenerzexporteur Brasiliens wurde. Seplan schätzt die Eisenerzreserven von Piauí auf über 1 Milliarde Tonnen.
Vor der Inbetriebnahme des Porto Piauí wurde das Mineral aus Piripiri per Lkw mit 50-Tonnen-Ladefähigkeit zum Hafen Pecém im Bundesstaat Ceará transportiert.





















