Nokia steigert Produktionskapazität in Pennsylvania um das Zehnfache – Inbetriebnahme im dritten Quartal, Investition von 30 Millionen US-Dollar
2026-06-23 10:02
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de.wedoany.com-Bericht: Nokia hat eine deutliche Erweiterung seines Advanced Testing and Packaging (ATP)-Standorts in Allentown, Pennsylvania, angekündigt. Die Fertigungskapazität soll auf das Zehnfache des aktuellen Niveaus gesteigert werden, die neuen Kapazitäten werden Ende des dritten Quartals in Betrieb genommen. Durch diese Expansion wird sich die Zahl der Mitarbeiter von Nokia in Pennsylvania nahezu verdoppeln und auf über 500 belaufen, darunter Positionen in den Bereichen Technik, Fertigung und Forschung & Entwicklung.

Mit der zunehmenden Größe von KI-Modellen und der Verteilung von Arbeitslasten ist die Netzwerkleistung zu einem zentralen Faktor geworden. Die optische Technologie spielt eine entscheidende Rolle bei der Realisierung von Hochgeschwindigkeits- und Niedriglatenzverbindungen zwischen Rechenclustern und Rechenzentren. Das Nokia-Werk in Allentown ist eine der wenigen Fabriken in den USA, die ATP für photonische Chips durchführen können. Diese Chips werden in optische Module integriert, die für KI- und Telekommunikations-Infrastruktur verwendet werden. Das Unternehmen gibt an, dass seine optische Netzwerktechnologie den Energieverbrauch von Kommunikationsnetzen um bis zu 75 % senken kann, während die KI-Infrastruktur den Strombedarf in die Höhe treibt.

Derzeit finden weniger als 2 % der weltweiten Halbleiter-ATP-Aktivitäten in den USA statt. Durch die Steigerung der inländischen Produktion photonischer Komponenten zielt Nokia darauf ab, eine widerstandsfähigere Lieferkette für kritische Kommunikationsinfrastrukturen aufzubauen. Diese Expansion ist Teil eines umfassenderen, mehrjährigen Plans von Nokia, der Investitionen in Höhe von 4 Milliarden US-Dollar in Forschung, Entwicklung und Fertigung in den USA vorsieht, mit einem Schwerpunkt auf KI-orientierten Netzwerkverbindungen. Konkret umfasst das Projekt eine Investition von rund 30 Millionen US-Dollar von Nokia, unterstützt durch etwa 4 Millionen US-Dollar an Hilfen des Bundesstaates Pennsylvania sowie rund 10 Millionen US-Dollar an Steuergutschriften aus dem bundesstaatlichen CHIPS-Gesetz (CHIPS Act).

Justin Hotard, Präsident und CEO von Nokia, erklärte, dass der KI-Superzyklus die Netzwerk- und Infrastrukturanforderungen in den USA und weltweit neu gestalte. Diese Expansion sei eine direkte Investition in die Zukunft und spiegele die Partnerschaft von Nokia mit Regierungen auf allen Ebenen wider, um fortschrittliche Fertigung zu unterstützen, Arbeitsplätze zu schaffen und die technologische Führungsrolle sowie die globale Wettbewerbsfähigkeit der USA zu stärken. Der Gouverneur von Pennsylvania, Josh Shapiro, wies darauf hin, dass Nokia sein Engagement im Lehigh Valley verdopple und so sicherstelle, dass die Zukunft der Chip-Produktion weiterhin in dieser Region verwurzelt sei. Bill Frauenhofer, Exekutivdirektor für Halbleiterinvestitionen und -innovation im US-Handelsministerium, sagte, dass Nokias Investition die KI-Führungsrolle der USA direkt voranbringe. Mit der Unterstützung durch Mittel aus dem CHIPS and Science Act vertiefe Nokia sein Engagement für Innovation und die Produktion photonischer Chips in den USA. Dieses Projekt realisiere kritische optische Technologien und stärke die Halbleiter-Lieferkette der USA.

Mit dem Ausbau der KI-Infrastruktur wird das Netzwerk, das Rechenzentren und Endnutzer verbindet, ebenso wichtig wie die interne Rechenleistung. Der wahre Engpass für die KI-Leistung könnte die optische Pipeline sein, die alle Komponenten miteinander verbindet – und derzeit wird der Großteil dieser Pipeline anderswo produziert. Mit dieser Investition setzt Nokia darauf, dass sich dieser Zustand ändern wird.

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