Russischer Metallhandelsindex steigt um 6,46 Punkte
2026-06-23 11:09
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de.wedoany.com-Bericht: Nachdem die USA und der Iran kürzlich eine Entspannungsvereinbarung getroffen und die Straße von Hormus teilweise geöffnet haben, sind die Transportrisiken in der Region des Nahen Ostens deutlich gesunken, was zu einem Rückgang und einer Stabilisierung der globalen Rohstoffpreise geführt hat. Diese geopolitische Veränderung hat direkte Auswirkungen auf die Handelsströme und die Preisbildung wichtiger Rohstoffe wie Rohöl, Eisenerz und Stahl.

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Öltransportrouten der Welt; täglich passieren etwa 30 % des weltweiten Rohölhandels auf dem Seeweg diese Meerenge. Zuvor hatten geopolitische Spannungen in der Region mehrfach Bedenken hinsichtlich einer Unterbrechung der Versorgung ausgelöst und die Risikoprämien für Rohstoffe wie Energie und Basismetalle in die Höhe getrieben. Die nun erzielte Einigung zwischen den USA und dem Iran trägt dazu bei, die Bedenken auf der Angebotsseite zu mildern und die Preise wieder an die fundamentalen Angebots- und Nachfragefaktoren anzupassen.

In Russland stieg der kombinierte Metallpreisindex MetalTorg.Ru in der zweiten Juniwoche um 6,46 Punkte bzw. 0,77 %, wobei der Aufwärtstrend anhielt. Aufgrund der Schwäche des Rubels sanken die Exportpreise für russische Produkte leicht, doch die Nachfrage ausländischer Käufer war deutlich unzureichend. Die Abwertung des Rubels hat die Verhandlungsmacht russischer Exporteure in gewissem Maße geschwächt, und in Verbindung mit dem Rückgang der internationalen Preise steht die Exportwettbewerbsfähigkeit russischer Metallprodukte unter doppeltem Druck.

Weltweit verstärken Stahlproduzenten den Schutz ihrer Inlandsmärkte, um sich gegen die Auswirkungen billiger Importprodukte zu wehren. In den letzten Jahren hat China durch den Export von Fertigprodukten und die Kontrolle überseeischer Rohstoffbasen seinen globalen Einfluss kontinuierlich ausgebaut, was strukturelle Auswirkungen auf den internationalen Stahlmarkt hatte. Die chinesischen Stahlexporte überstiegen im Jahr 2025 110 Millionen Tonnen und übten erheblichen Druck auf die Preissysteme wichtiger Märkte wie Südostasien, den Nahen Osten und Afrika aus. Gleichzeitig hoffen australische Eisenerzproduzenten, dass Indien und die ASEAN-Staaten eine wichtigere Verbraucherrolle übernehmen, um die Verlangsamung des chinesischen Nachfragewachstums auszugleichen. Indiens Rohstahlproduktion überstieg 2025 bereits 140 Millionen Tonnen, und der Rohstahlverbrauch der sechs ASEAN-Staaten lag bei etwa 80 Millionen Tonnen, was sie zu bedeutenden Nachfragern von Eisenerz macht.

Die Entspannungsvereinbarung zwischen den USA und dem Iran markiert eine vorübergehende Anpassung der geopolitischen Lage im Nahen Osten und ist positiv für die Stabilisierung der globalen Rohstoffmärkte. Marktteilnehmer beobachten aufmerksam die weiteren Auswirkungen der sich entwickelnden Situation auf die Lieferkette von Energie- und Metallprodukten. Die Exportstruktur russischer Metalle, die Entwicklung des globalen Stahlhandelsprotektionismus und das Nachfragewachstumspotenzial der Schwellenländer bilden gemeinsam die Schlüsselvariablen, die die Entwicklung der Rohstoffmärkte in der kommenden Zeit beeinflussen werden.

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