Borouge International aus Österreich führt 10 % biobasiertes Polypropylen für Trinkwasserrohre ein
2026-06-23 14:15
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de.wedoany.com-Bericht: Borouge International führt für seine etablierten Polypropylen (PP)-Typen biobasierte Versionen ein, die vor allem im Bereich der Trinkwasser- und Bewässerungs-infrastruktur eingesetzt werden.

Das Unternehmen gab bekannt, dass der Typ BA160E-8229-01 nun mit 10 % zertifiziertem biobasiertem Rohmaterial hergestellt wird, das aus Abfall- und Reststoffströmen stammt. Dieser Typ wird häufig für Rohrpressfittings und mechanische Verbindungen verwendet.

Das Material wurde in das Bornewables-Portfolio von Borouge International aufgenommen, mit dem Ziel, den CO₂-Fußabdruck von Kunststoffprodukten zu reduzieren, ohne Einbußen bei der Leistungsfähigkeit hinzunehmen.

Kunststoffrohrsysteme sind weltweit für die sichere und zuverlässige Versorgung mit Trinkwasser unerlässlich. Da Infrastrukturprojekte zunehmend Nachhaltigkeitsanforderungen stellen, steigt die Nachfrage der Hersteller nach Materialien, die Langlebigkeit, Verarbeitungseffizienz und ökologische Vorteile vereinen.

BA160E-8229-01 ist eine vollständig formulierte Compound auf Basis eines β-nukleierten Polypropylen-Heterophasen-Blockcopolymers und ist für Trinkwasser zertifiziert.

Dieser Typ ist speziell für Spritzgussanwendungen konzipiert und bietet optimierte mechanische Eigenschaften bei gleichzeitig kontrolliertem Kristallisationsverhalten, was höhere Entformungstemperaturen und kürzere Kühlzyklen ermöglicht. Dadurch können Hersteller ihre Produktivität durch verkürzte Zykluszeiten steigern.

Laut Borouge International ist die biobasierte Version ein direkter Ersatz für den herkömmlichen Typ und behält die gleichen Verarbeitungseigenschaften, mechanischen Eigenschaften und die Trinkwasserzertifizierung bei.

Die im Produktionsprozess verwendeten erneuerbaren Rohstoffe sind nach dem ISCC PLUS-System zertifiziert und werden über die Massenbilanzmethode zugeordnet. Diese Zertifizierung bietet eine unabhängige Überprüfung der Beschaffung und Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Lieferkette – vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkt.

„Durch den Einsatz biobasierter Rohstoffe in unseren Trinkwasserrohr-Typen ermöglichen wir unseren Kunden aus dem Infrastrukturbereich einen einfacheren Umstieg auf kohlenstoffärmere Materialien, ohne zusätzliche Komplexität oder Kompromisse eingehen zu müssen. Dies ist ein praktisches Beispiel dafür, wie Unternehmen lebensnotwendige Güter nachhaltiger gestalten können“, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Diese Einführung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Infrastruktur- und Versorgungssektor zunehmendem Druck hinsichtlich Emissionen ausgesetzt ist, während gleichzeitig strenge Leistungs- und Regulierungsstandards eingehalten werden müssen. Durch die Einführung erneuerbarer Rohstoffe in bewährte Wasserinfrastrukturmaterialien möchte Borouge International seinen Kunden helfen, ihre Nachhaltigkeitsziele voranzutreiben, ohne ihre bestehenden Fertigungsprozesse zu verändern.

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