de.wedoany.com-Bericht: Orange und die französische Behörde für alternative Energien und Atomenergie (CEA) haben gemeinsam das weltweit führende gemeinsame Forschungslabor für semantische Kommunikation namens „AI-Native Communications“ gegründet, um die Entwicklung der semantischen Kommunikationstechnologie voranzutreiben und effizientere, nachhaltigere zukünftige Netzwerke zu entwickeln. Die Zusammenarbeit wurde von Orange-CEO Christel Heydemann und CEA-Generaldirektorin Anne-Isabelle Etienvre am Orange-Stand auf der VivaTech bekannt gegeben, wobei die französische Ministerin für künstliche Intelligenz und digitale Angelegenheiten, Anne Le Hénanff, an der Ankündigung teilnahm.

Herkömmliche Netzwerke übertragen Daten durch exakte Bit-Kopie, wobei jede kleinste Abweichung als Fehler betrachtet wird. Die semantische Kommunikation führt ein neues Paradigma ein: Solange der Empfänger die Bedeutung der Nachricht versteht, gilt die Übertragung als korrekt, ohne dass die Daten vollständig identisch sein müssen. Diese Methode kann die ausgetauschte Datenmenge erheblich reduzieren und ermöglicht effizientere, energieärmere Netzwerke mit geringeren Infrastrukturinvestitionen und eröffnet zudem neue Perspektiven für die Interaktion zwischen KI-Agenten. Laut Planung werden die Partner die Netzwerkentwicklung prognostizieren, semantische Kommunikationstechnologien und deren Anwendungen entwickeln, KI-Modelle zur gemeinsamen semantischen Darstellung entwerfen und die Entwicklung zukünftiger Standards vorantreiben.
Diese fünfjährige Zusammenarbeit ist eine gemeinsame Initiative beider Seiten im Bereich der Technologiesouveränität. Das CEA-Team in Grenoble verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der semantischen Kommunikation und hat international anerkanntes Fachwissen an der Schnittstelle von KI, Signalverarbeitung und intelligenten Netzwerken aufgebaut. Seine Arbeit legt die Grundlage für die französischen und europäischen Initiativen „Future Networks“ und „France 6G“. Beide Seiten fördern zudem die Nachhaltigkeitsforschung der 6G-Kommunikation durch die Koordination großer europäischer und asiatischer Projekte wie 6G-GOALS, 6G-DISAC und 6GARROW sowie durch die Teilnahme an den Flaggschiffprojekten der Europäischen Kommission Hexa-X und SUSTAIN-6G. Orange verfügt über fast 700 Forscher und 11.000 aktive Patente und gestaltet Technologiestandards durch Kooperationen wie SUSTAIN-6G, Hexa-X und Hexa-X-II, die NGMN-Allianz und das globale IOWN-Forum mit.
Lyse Brillouet, Executive Vice President für Forschung bei Orange, erklärte, dass das gemeinsame Labor das Engagement von Orange für den Aufbau intelligenterer, nachhaltigerer und für KI-native Netzwerke darstelle und dazu beitrage, Frankreich und Europa an die Spitze zukünftiger Standards zu bringen. CEA-Generaldirektorin Anne-Isabelle Etienvre wies darauf hin, dass die semantische Kommunikation ein bedeutender Durchbruch in der Informationsverarbeitung zukünftiger Netzwerke sei. Die Integration des Fachwissens ziele darauf ab, dass Europa Technologiestandards entwerfe und beeinflusse, um seine Souveränität zu wahren.
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