US-amerikanischer Agrarwissenschaftler schlägt Kalibrierung der Maispflanzdichte 2027 anhand einer Lichtinterzeptionsrate von 97 % vor
2026-08-09 17:07
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Jared Bergan ist Feldagronom bei Crop-Tech Consulting und berät seit Jahren Maisanbauer in Iowa. Er schlägt vor, die Pflanzdichte in erster Linie an der Fähigkeit des Bestandes zur Lichtinterzeption zu orientieren und das Abfangen von etwa 97 % des verfügbaren Sonnenlichts als praktischen Richtwert zu verwenden. Dieser Standard wird als „97-%-Regel“ bezeichnet: Erreicht der Bestand einer Hybride diese Lichtinterzeptionsrate, bringt eine weitere Erhöhung der Dichte keinen Ertragszuwachs mehr, sondern erhöht lediglich das Anbaurisiko.

Traditionell richten Landwirte die Pflanzdichte vor allem an Ertragszielen, Bodenproduktivität und Empfehlungen der Saatguthändler aus. Bergan ist der Ansicht, dass diese Faktoren weiterhin wichtig sind, die Effizienz der Lichtinterzeption einer Hybride jedoch oft den optimalen Dichtepunkt bestimmt. Das Erreichen einer Lichtinterzeptionsrate von 97 % bedeutet, dass die Kultur das Licht optimal nutzt; oberhalb dieses Niveaus führen zusätzliche Pflanzen eher zu Konkurrenz als zu Produktivität.

Die Lichtinterzeptionseigenschaften verschiedener Hybriden werden hauptsächlich durch Pflanzenhöhe und Blattorientierung bestimmt. Hybriden mit breiten, pendelförmigen Blättern reichen weiter in die Reihenzwischenräume, schließen den Bestand schneller und erreichen die maximale Lichtinterzeption in der Regel bei geringerer Dichte; Hybriden mit aufrechter Blattstellung lassen das Sonnenlicht tiefer in den Bestand eindringen und können höhere Dichten oft tolerieren oder sogar davon profitieren. Bergan betont, dass keine der beiden Architekturen der anderen überlegen ist – sie reagieren lediglich unterschiedlich auf die Pflanzdichte.

Aus praktischen Versuchen geht hervor, dass einige Hybriden ihre optimale Bestandeseffizienz bei etwa 28.000 Pflanzen pro Acre erreichen, andere erst bei rund 35.000 Pflanzen pro Acre. Die ideale Dichte wird zudem von Bodenproduktivität, Wasserverfügbarkeit, Nährstoffversorgung und Stressresistenz beeinflusst. Leichte Böden mit begrenzter Wasserhaltefähigkeit eignen sich in der Regel für geringere Dichten, während fruchtbare Böden mit guten Wasser- und Nährstoffbedingungen höhere Dichten verkraften können, insbesondere während der Kornfüllungsphase – den letzten 60 Tagen vor der Bildung der Schwarzschicht.

Überschreitet die Pflanzdichte den optimalen Punkt, verschärft sich die Konkurrenz der Pflanzen um Licht, Wasser und Nährstoffe; die Internodien strecken sich, der Stängeldurchmesser nimmt ab und die Kolbenansatzhöhe steigt. Bergan weist darauf hin, dass diese Veränderungen das Risiko einer „schwachen Kniewirkung“ mit sich bringen, die Wahrscheinlichkeit von Lager in späteren Wachstumsstadien steigt, und bei Sturmwetter auch Grünbruch (Green Snap) auftreten kann. Solche Probleme mit verminderter Resistenz treten oft erst in späteren Wachstumsstadien oder bei der Ernte vollständig zutage.

Landwirte können die Lichtinterzeption im Feld mit einem Schattentest abschätzen: Bei sonnigem Wetter um die Mittagszeit (etwa zwischen 12:00 und 13:00 Uhr) gehen sie zwischen den Maisreihen und beobachten die Schattenmenge auf dem Boden zwischen den Reihen. Bei einer Lichtinterzeptionsrate von 95 % bis 97 % gelangt nur sehr wenig Sonnenlicht auf den Boden – dies ist der ideale Dichtebereich; unter 90 % deutet auf eine zu geringe Dichte hin, mit ungenutztem Ertragspotenzial; über 97 % ist die Dichte möglicherweise zu hoch, was das Risiko von Stängelqualitätsproblemen und Lager erhöht, ohne Ertragsvorteile zu bringen. Der Test eignet sich für Bestände mit ausgeprägtem Blätterdach (etwa ab dem V12-Stadium), die in der laufenden Saison weder unter Dürre noch unter Staunässe gelitten haben.

Bergan erklärt, dass die Beobachtungen zur Lichtinterzeption aus diesem Sommer als Grundlage für die Hybridenauswahl, die Festlegung der Pflanzdichte und die Feldplanung für 2027 dienen können.

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com