de.wedoany.com-Bericht: Evonik hat ein Hydrolyseverfahren entwickelt, mit dem Polyurethan (PU)-Schaum aus Quellen wie Matratzen, Autositzen und Möbeln in seine chemischen Bausteine zerlegt werden kann. Die zurückgewonnenen Rezyklate können für die Herstellung hochwertiger Produkte wiederverwendet werden. Derzeit wird dieses Laborergebnis in einer kontinuierlich betriebenen Pilotanlage im Evonik-Werk Hanau validiert.

Ziel des Verfahrens ist die industrielle Skalierung, um fossile Rohstoffe zu ersetzen und den CO₂-Fußabdruck zu reduzieren, während gleichzeitig eine Kreislaufwirtschaft für Polyurethan aufgebaut wird. Evonik plant, in Hanau ein Technologiezentrum für chemisches Recycling zu errichten, um die Vorbehandlung (Zerkleinerung, Granulierung, Mahlung), die Reinigung der Reaktionsmischung (Filtration, Zentrifugation) und die Integration weiterer Abfallströme voranzutreiben.
Das Hessische Ministerium für Wirtschaft hat einen Förderbescheid zur Unterstützung der weiteren Entwicklung des Verfahrens überreicht. Die Werksleitung positioniert diese Technologie als konkrete Lösung, um die Hauptbestandteile von Polyurethan wieder in Neuwarenqualität zu überführen, und als Teil des Innovations-, Technologie- und Skalierungsstandorts im Wolfgang Industrial Park. Im Park ist zudem der Aufbau eines elektrochemischen Knotenpunkts geplant, um elektrochemische Verfahren auf industriellen Maßstab zu übertragen, unter anderem für Batteriematerialien, Membranen und Katalysatoren.
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