de.wedoany.com-Bericht: Der europäische Rechenzentrums-Infrastruktur-Entwickler AiOnX hat 77 % der Anteile des US-amerikanischen Krypto-Miners Genesis Digital Assets (GDA) für 500 Millionen US-Dollar übernommen. Die Muttergesellschaft SWI Group kontrolliert damit 15 Krypto-Mining-Rechenzentren in den USA und Schweden und erhält Zugang zu 1,3 Gigawatt verfügbarer Stromkapazität. Diese Anlagen verteilen sich auf North Carolina, South Carolina, Texas sowie zwei Standorte in Schweden.
Die Übernahme wurde durch die bereits vorhandene Stromanbindung von GDA ermöglicht. SWI-Gründer und CEO Max-Hervé George erklärte, dass Stromverfügbarkeit derzeit die wertvollste Ressource in der digitalen Infrastruktur sei und die Umwandlung traditioneller Krypto-Mining-Infrastruktur in KI- und Hochleistungsrechenzentren die beste Nutzung dieser Vermögenswerte darstelle. Er wies weiter darauf hin, dass SWI seit 2020 in Stromanbindung investiere und diese Übernahme die Umsetzung dieser Strategie in großem Maßstab sei.

Aufgrund der Stromanbindung von GDA gestaltete sich die Übernahme durch SWI relativ einfach. Derzeit stehen viele Hyperscale-Erweiterungsprojekte vor Stromengpässen; Studien zufolge könnte dies bereits ab 2030 das Wachstum von KI-Rechenzentren behindern. Da die Nachfrage nach Rechenleistung und Strom für KI weiter steigt, wechseln viele Krypto-Miner das Geschäftsmodell oder werden direkt von KI-Hyperscalern übernommen. Im Vergleich zu KI-Workloads sind Krypto-Mining-Gewinne geringer und die Einnahmen instabil; viele Miner haben zudem hohe Schulden. Laut Schätzungen von Coindesk liegen die Gewinnmargen bei KI-Verträgen bei bis zu 85 % und bieten mehrjährige Umsatzsichtbarkeit, was das Krypto-Mining in den Schatten stellt – selbst bei steigender Hashrate liegt Bitcoin weiterhin unter 70.000 US-Dollar, was darauf hindeutet, dass der breitere Kryptomarkt in eine Phase eingetreten ist, die von manchen als Bärenmarkt bezeichnet wird.
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