de.wedoany.com-Bericht: Vodafone IoT plant, noch in diesem Jahr über Iridium und Skylo Satellitenverbindungsdienste einzuführen, um mehr IoT-Geräte, einschließlich im Bereich der Tierverfolgung, in die Netzabdeckung einzubeziehen.

Erik Brenneis, CEO von Vodafone IoT, teilte Light Reading mit, dass der Betreiber die Technologien dieser beiden Satellitenanbieter teste. Der auf Iridium basierende Dienst soll nach dem Sommer starten, der auf Skylo basierende Vorschlag später in diesem Jahr folgen. Diese Satellitenverbindungen sollen 2026 kommerziell genutzt werden und eine vollständig lückenlose Verfolgung von Outdoor-Geräten ermöglichen. Der Iridium-Dienst entspricht der 3GPP-Spezifikation Release 19 und integriert seine 66 Satelliten im niedrigen Erdorbit (LEO) mit Mobilfunknetzen.
Satellitenverbindungen sind für Vodafone IoT nicht neu. Der Betreiber unterhält seit 2016 eine Roaming-Partnerschaft mit Inmarsat (heute Teil von Viasat). Der Unterschied zu den neuen Partnern besteht darin, dass diese Satellitenunternehmen standardkonforme Technologien einsetzen, was gegenüber herkömmlichen proprietären Systemen Vorteile bietet. Brenneis wies darauf hin, dass diese Dienste auf derselben Hardware wie normale IoT-Geschäfte laufen und Kunden in Zukunft nahtlos eine Verbindung herstellen können, als ob sie ein weiteres Roaming-Netz nutzen würden.
Für Iridium und Skylo stellt die Beteiligung von Vodafone ebenfalls einen bedeutenden Fortschritt dar. Iridium hat bereits sieben Mobilfunkpartner, die seinen NTN Direct Narrowband-IoT-Dienst unterstützen, und Vodafone IoT wird einer der ersten Betreiber sein. Die Deutsche Telekom plant ebenfalls, den Dienst in diesem Jahr zu nutzen. Auf Seiten von Skylo tritt Vodafone dessen IoT- und Direct-to-Device (D2D)-Kundenstamm bei. Das Großhandels-Satellitenverbindungsnetz von Skylo umfasst derzeit 16 Millionen Geräte; zu seinen US-Kunden gehören Spectrum Mobile, Xfinity Mobile und Verizon (für D2D). Außerhalb der USA gehören zu den Mobilfunkpartnern auch die Deutsche Telekom, KPN, Orange, Tele2, Telefónica und Telus.
Obwohl standardbasierte IoT-Satellitenverbindungsprodukte aufkommen, befinden sie sich noch in einem frühen Stadium. Matt Hatton, Gründungspartner von Transforma Insights, erklärte, dass sich die hybriden Satellitenchancen in einer Beobachtungsphase befänden, mit großem Potenzial, aber die Umsetzung von Geschäftsmodellen, Geräten und Bereitstellungen verlaufe recht langsam; der Markt dränge nicht auf die Einführung von Spitzenprodukten.
Die Verfolgung von Rinderherden gilt als einer der größten Nutznießer von Satelliten-IoT, insbesondere in den USA. Brenneis zufolge ist die Rinderverfolgung in den USA gemessen an der Anzahl der Verbindungen der größte Anwendungsfall für Satellitenverbindungen. Diese Herden befinden sich in abgelegenen Gebieten ohne Mobilfunknetze und werden nun über Satellitenverbindungen verfolgt. Er erwartet zudem, dass vernetzte Autos und die Verfolgung von Seecontainern wichtige Bereiche für Satelliten-IoT werden. Vodafone IoT verbindet weltweit viele Tiere; in Afrika werden durch Halsbänder an Nashörnern Pulsfrequenz und Bewegung gemessen, um sie vor Wilderern zu schützen. In Großbritannien arbeitet der Betreiber mit schottischen Forschern zusammen, um Robben zu überwachen und die Ursachen für deren Bestandsrückgang zu verstehen.
Vodafone verfügt über 244 Millionen IoT-Verbindungen und gilt als der größte Anbieter außerhalb Chinas sowie als weltweit größter Anbieter von IoT-Verbindungen. Laut dem CSP IoT Peer Benchmarking Report 2025 von Transforma Insights belegt Vodafone den Spitzenplatz bei globalen zellularen Verbindungen. Hatton führt dies auf seine Größe und die Erfahrung bei der Bewältigung großer, komplexer und vielfältiger globaler Bereitstellungen zurück; es verfüge zudem über ein umfassendes Angebot und nachgewiesene Skalierbarkeit. Vodafone IoT gehört zur Vodafone Group und ist Teil der Sparte Vodafone Investments, zu der auch Anteile an Vantage Towers, AST SpaceMobile, Aduna und PairPoint gehören. Der Betreiber gibt keine Umsatzzahlen bekannt; Brenneis zufolge ist der umsatzstärkste Markt Deutschland, gefolgt von Großbritannien und den USA, wobei die USA das größte Marktpotenzial aufweisen.
Mit Blick auf die Zukunft glaubt Brenneis, dass die Nachfrage von drei Arten von Geräten kommen wird: Verteidigungslogistik, zivile Drohnen sowie humanoide Roboter und Weiße Ware. Es müsse sich nicht unbedingt um Kampfausrüstung handeln, aber die Verwaltung der gesamten Verteidigungslogistikkette wachse derzeit stark. Vodafone hat in Europa und Großbritannien bereits Drohnenprojekte für Lieferungen gestartet.
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