de.wedoany.com-Bericht: Der schottische Meeresfrüchte-Großhändler Scot Live Shellfish hat durch den Verzicht auf einen Generalunternehmer die Baukosten auf 900.000 Pfund begrenzt und eine höherwertige Verarbeitungsanlage für Meeresfrüchte geliefert. Der Projektmanager teilte dem „Project Scotland" mit, dass diese Vorgehensweise das begrenzte Budget optimal genutzt habe.

Das Unternehmen errichtet derzeit ein neues Gebäude auf seinem Standort in Alness in den Highlands. Die Anlage wird mit speziellen Produktionshallen und Geräten ausgestattet, um die Effizienz und Umweltverträglichkeit des Unternehmens zu verbessern, und soll voraussichtlich 10 lokale Arbeitsplätze schaffen.
Das Unternehmen gab bekannt, dass die Angebote für die Ausführung des Projekts durch einen Generalunternehmer im Durchschnitt bei etwa 1,8 Millionen Pfund lagen. Durch einen von den Geschäftsführern geleiteten Ansatz, bei dem mit einer Reihe von Fachsubunternehmern zusammengearbeitet wurde und das Projektmanagement sowie der Geschäftsführer von Scot Live Shellfish die direkte Leitung übernahmen und eng mit den Subunternehmern zusammenarbeiteten, konnten die Gesamtausgaben schließlich auf 900.000 Pfund gesenkt werden.
Bei dem Projekt handelt es sich um einen Neubau am selben Standort und nicht um eine Erweiterung. Ein Brand im Jahr 2022 hatte die frühere Fabrik des Unternehmens zerstört, was dazu führte, dass sich das Geschäft vorübergehend auf frische und gefrorene Meeresfrüchte verlagerte, anstatt auf das lukrative Geschäft mit lebenden Meeresfrüchten. Gosia Kozlowska, Geschäftsführerin von Scot Live Shellfish, erklärte, dass die neue Anlage kurz vor der Fertigstellung stehe und die Mitarbeiter wieder einen Arbeitsplatz haben werden.
Angesichts der Bedeutung des Unternehmens als lokaler Arbeitgeber und der Notwendigkeit, schottische Agrarprodukte zu schützen, gewährte die Highlands and Islands Enterprise (HIE) eine Unterstützung in Höhe von 225.000 Pfund für das Projekt. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 25 lokale Mitarbeiter, und es wird erwartet, dass diese Zahl in den nächsten zwei Jahren auf 35 ansteigt.
Die neue Anlage, die eine ähnliche Fläche wie die abgebrannte Fabrik hat, wird mit modernen Schockfrost-, Verpackungs- und energieeffizienten Kühlsystemen ausgestattet. Dies trägt zur Rationalisierung der Betriebsabläufe bei und macht den bestehenden Standort zu einer speziellen Verarbeitungsstätte für Jakobsmuscheln. Das Projekt soll im September abgeschlossen werden und wird von Stephen McCluskey, leitender Partner der in Hamilton ansässigen SPMCC (Vermessung, Projektmanagement und Bauberatung), geleitet. Er wies darauf hin, dass der Ansatz mit Subunternehmern und Geschäftsführern den Projektfortschritt, insbesondere angesichts der speziellen Funktion, reibungsloser gestaltet habe.
Das Führungsteam und die Aktionäre von Scot Live Shellfish setzen sich aus Experten in den Bereichen Fischerei, Transport, Kühlung und globale Märkte zusammen, deren Fachwissen in die Projektgestaltung eingeflossen ist. Die ständige Präsenz der Aktionäre, insbesondere von Gosia und dem Werksleiter Alex Mason, ermöglichte während der Bauphase zahlreiche schnelle Änderungen und eine zeitnahe Rückmeldung an die Auftragnehmer. Die Änderungen betrafen hauptsächlich die Anordnung, Beleuchtung und Temperaturregelung, um die Nachhaltigkeitsleistung sowie die Leistung des Gebäudes im Sommer und Winter zu verbessern. Der Standort ist außerdem mit Solarzellen und einem Batteriespeichersystem ausgestattet, was zur Verbesserung des CO2-Fußabdrucks und der Nachhaltigkeit des Unternehmens beiträgt und den Mitarbeitern flexiblere Arbeitsbereiche und bessere Bedingungen bietet.
Diese Methode ermöglichte es dem Unternehmen auch, spezialisierte Subunternehmer zu beauftragen, darunter die lokalen Firmen Allan Stewart (Tiefbau und Erdarbeiten), WM Services (feuerverzinkte Stahlkonstruktionen und Verkleidungen), KGB Electrical und Lawson Refrigeration. Auch Spezialfirmen für Innenverkleidungen und Lebensmittelverarbeitungstechnik wurden unter Vertrag genommen. Aufgrund der starken Korrosion durch Salznebel in der Küstenstadt wurde im gesamten Neubau feuerverzinkter Stahl verwendet.
Stephen erklärte, dass die endgültigen Kosten voraussichtlich in etwa dem ursprünglich erwarteten Budget entsprechen werden, und wies darauf hin, dass das Angebot von 1,8 Millionen Pfund die Aktionäre schockiert habe, die hochwertigen Subunternehmer dem Kunden jedoch letztendlich ein besseres Produkt geliefert hätten. Nach der Inbetriebnahme der neuen Anlage wird die Produktion steigen, und Scot Live Shellfish wird weiterhin schottische Agrarprodukte an den britischen und europäischen Markt liefern.
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