Cloud.ru baut in Moskau ein 11-MW-Rechenzentrum
2026-06-26 09:50
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de.wedoany.com-Bericht: Der russische Cloud-Anbieter Cloud.ru hat mit dem Bau seines ersten eigenen Rechenzentrums in Moskau begonnen, das voraussichtlich 2027 in Betrieb gehen wird. Die Anlage soll die Cloud- und KI-Kapazitäten des Unternehmens erweitern, um die wachsende Nachfrage von Unternehmen und staatlichen Organisationen zu decken.

Cloud ru

Das Rechenzentrum ist für eine Kapazität von rund 11 MW ausgelegt und bietet Platz für bis zu 890 Racks mit einer Leistungsdichte von 20 kW pro Rack. Der CEO von Cloud.ru, Mikhail Lobotsky, äußerte sich weder zur PUE noch zum genauen Standort oder zur Investitionssumme. Ein an den Bauarbeiten beteiligter Informant gab jedoch bekannt, dass sich das Rechenzentrum in Domodedowo befinden wird. Vasily Pimenov, Leiter der russischen Marktforschung bei Apple Hills Digital, schätzt die Kosten allein für die technische Infrastruktur und den Bau auf 8 bis 12 Milliarden Rubel.

Cloud.ru betreibt derzeit rund 30.000 Server in neun kommerziellen Rechenzentren mit einer gesamten IT-Kapazität von 60 MW. Die Nachricht über die Pläne des Unternehmens zum Bau eines eigenen Rechenzentrums wurde erstmals im April 2026 bekannt. Cloud.ru, ehemals SberCloud, brachte 2019 den in Zusammenarbeit mit Nvidia entwickelten KI-Supercomputer Christofari auf den Markt, der auf einem DGX-2-Cluster mit Tesla-V100-Chips basiert. Später folgte der Supercomputer Christofari Neo mit doppelter Rechenleistung. Im März 2020 führte Cloud.ru die „Advanced Cloud Platform“ auf Basis von Huawei-Technologie ein.

In anderen Regionen Russlands gab das Investitionskomitee von St. Petersburg bekannt, dass in den Stadtbezirken Moskowski und Wyborg zwei Rechenzentren gebaut werden sollen. Landesweit scheint die Entwicklung neuer Rechenzentren jedoch ins Stocken zu geraten. Laut Daten von TechExpo und der russischen Föderalen Vermögensverwaltung (PKR) wurden in den letzten drei Jahren rund 38 Rechenzentrumsprojekte in Russland pausiert, während insgesamt 128 Projekte angekündigt wurden. Moskau ist derzeit der größte Rechenzentrumsmarkt Russlands, während St. Petersburg und Jekaterinburg die Sekundärmärkte bilden.

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