IBTD schlägt „ländliches MVNO“-Modell für ungenutzte Frequenzen in Brasilien vor
2026-06-26 10:09
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de.wedoany.com-Bericht: André Martins, Präsident der brasilianischen IBTD, hat einen Vorschlag zur Nutzung ungenutzter Frequenzen in ländlichen Gebieten Brasiliens für den Einsatz mobiler Netzwerke für Internet-der-Dinge (IoT)-Anwendungen vorgelegt. Unter Bezugnahme auf Erfahrungen aus Großbritannien und Indien bezeichnete er dieses Konzept als „ländliches MVNO (Mobilfunk-Virtueller Netzbetreiber)“.

Dieser Vorschlag unterscheidet sich von der zuvor von IBTD befürworteten speziellen Lizenzierung für „IoT-MVNOs“, ergänzt diese jedoch. Das ländliche MVNO konzentriert sich auf den gemeinsamen Frequenzzugang in dünn besiedelten Gebieten, während das IoT-MVNO regulatorische und tarifliche Systeme für verschiedene Gerätenutzungstypen ohne geografische Einschränkungen betrifft.

Martins erläuterte, dass im ländlichen MVNO-Modell die entsprechenden Netzwerke mit den nationalen Netzwerken kompatibel sein müssen, als deren Erweiterung fungieren und deren Parameter und technische Anforderungen einhalten müssen. Er wies darauf hin, dass es in Brasilien ungenutzte Frequenzen gibt und eine vollständige Nutzung der vorhandenen Frequenzen für alle Beteiligten vorteilhafter wäre. Dies sollte durch die Ermöglichung der Frequenznutzung durch regionale Einrichtungen im technischen und betrieblichen Rahmen nationaler Betreiber erreicht werden, um der gesamten Wertschöpfungskette zu nutzen. In Großbritannien gibt es bereits ein ähnliches Modell der Frequenzfreigabe.

Martins ist der Ansicht, dass der Schlüssel zur Förderung der IoT-Entwicklung in Brasilien in der Ausweitung auf ländliche Gebiete liegt, ein Ziel, das mit traditionellen Betreibern nicht erreicht werden kann. Regionale Anbieter oder andere Einrichtungen müssen entsprechend ermächtigt werden.

IBTD plant, das „ländliche MVNO“-Modell formell in seiner Stellungnahme zur öffentlichen Konsultation der brasilianischen Nationalen Telekommunikationsbehörde (Anatel) zum Markt für Maschine-zu-Maschine (M2M) und IoT vorzulegen.

Martins forderte zudem eine Modernisierung der bestehenden MVNO-Regulierungsvorschriften und schlug eine spezielle Lizenzierung für IoT-MVNOs vor, da sich deren Geschäftsmodelle und technische Anforderungen grundlegend von denen traditioneller, auf Endverbraucher ausgerichteter MVNOs unterscheiden. Er erklärte, dass er gemeinsam mit den Regulierungsbehörden an der Förderung entsprechender Diskussionen arbeite.

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