Brasilianisches Ascenty plant Milliardeninvestition in Rechenzentren in Lateinamerika
2026-06-26 10:09
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de.wedoany.com-Bericht: Ascenty plant, 1 Milliarde US-Dollar in sein Rechenzentrumsgeschäft in Lateinamerika zu investieren, wovon 85 % auf Brasilien (der größte Anteil), Chile und Mexiko entfallen. Marcos Siqueira, Chief Revenue Officer und Leiter der Strategieabteilung, erklärte, dass diese Investition hauptsächlich von zwei Nachfragefaktoren getrieben werde: normal voranschreitende, kritische Cloud-Projekte sowie KI-Projekte, die auf regulatorische Entscheidungen warten oder beginnen, sich anderen Ländern zuzuwenden.

Im Gespräch mit Mobile Time wies Siqueira darauf hin, dass sich die Verzögerung der Genehmigung durch Redata am stärksten auswirke. Da das Thema Rechenzentren jedoch von nationaler Bedeutung sei und sowohl von der Opposition als auch von der Regierungspartei unterstützt werde, sei er hinsichtlich der Genehmigung optimistisch. Seiner Ansicht nach stelle die nationale Rechenzentrumspolitik ein „großes Ökosystem" dar, das das Potenzial habe, massive Investitionen im Zusammenhang mit KI anzuziehen, beispielsweise durch die Schaffung von Arbeitsplätzen in Rechenzentren, den Bau von Stromübertragungsleitungen, höhere Telekommunikationsinvestitionen und die Förderung der lokalen IKT-Industrie.

Die Senkung der Gerätekosten sei entscheidend, da diese bis zu einem Drittel der Einsparungen bei Rechenzentrumsinvestitionen ausmachen könnten, insbesondere bei Grafikprozessoren (GPUs), die für das KI-Training unerlässlich sind. Siqueira veranschaulichte dies mit konkreten Zahlen: Ein 100-MW-Rechenzentrum koste etwa 1 Milliarde US-Dollar, einschließlich Infrastruktur, Strom, Grundstück und Gebäude. Inklusive der Geräte beliefen sich die Kundeninvestitionen jedoch auf 4 bis 5 Milliarden US-Dollar, wobei Steuern enthalten seien und die Steuerlast ein Drittel der Gesamtsumme ausmache. Daher könnten Steuervergünstigungen einen Anreiz für die Einfuhr von Geräten schaffen, die nicht in Brasilien hergestellt werden.

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Aus Sicht von Ascenty sei Brasilien bestens geeignet, ein strategischer Knotenpunkt im globalen Rechenzentrums-Ökosystem zu werden. Das Land verbrauche weniger Strom als es produziere, 90 % davon aus erneuerbaren Quellen, die Stromkosten seien bis zu 20 % niedriger als in den USA, und es verfüge über gute Unterseekabel-Anbindungen, eine landesweite Glasfaserversorgung sowie eine leistungsstarke Energie- und Telekommunikationsinfrastruktur.

Vor diesem Hintergrund erwarte Siqueira, dass die Hauptnachfrage weiterhin von Hyperscale-Cloud-Anbietern und deren Cloud-Diensten mit zunehmender KI-Integration komme. An zweiter Stelle stehe die lokale Nachfrage nach KI-Inferenz mit geringer Latenz, insbesondere in den Zentren großer Städte.

Bei konkreten Projekten kündigte Ascenty kürzlich die Erweiterung seines São Paulo-Campus an, das Rechenzentrum SPO05 wurde in Betrieb genommen, und der Bau von SPO06 begann. SPO05 wurde im Juli 2025 angekündigt und kostete 300 Millionen Brasilianische Real. Für SPO06 sind Investitionen in Höhe von 600 Millionen Brasilianische Real geplant, die Inbetriebnahme ist für Mai 2027 vorgesehen.

Als Joint Venture von Digital Realty und Brookfield betreibt Ascenty 26 Rechenzentren und hat 12 weitere im Bau, davon 21 in Brasilien. Die restlichen verteilen sich auf Chile, Kolumbien und Mexiko. Das Rechenzentrum in Kolumbien ist jedoch aufgrund mangelnder Nachfrage noch nicht in Betrieb. Die Baustrategie basiert auf drei Säulen: Nutzung eigener Energie in Zusammenarbeit mit Casa dos Ventos; wasserfreie Kühlung der Rechenzentren; Architektur, die mit den neuesten GPUs und CPUs kompatibel ist, ohne den Auswahlprozess der Kunden zu beeinflussen.

Mit einem eigenen Glasfasernetz von über 4.000 Kilometern, das seine Rechenzentren verbindet, bietet das Unternehmen Netzwerkdienste für Hyperscale-Cloud-Anbieter und große Unternehmen aus den USA und Asien an.

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