de.wedoany.com-Bericht: ASUS hat damit begonnen, Beta-BIOS-Updates für mehrere AM5-Mainboards bereitzustellen und als einer der Ersten die Unterstützung für die Transparent Secure Memory Encryption (TSME) wiederherzustellen. Dies ist einer der ersten Schritte zur Umsetzung der entsprechenden Reparaturzusagen von AMD. Zuvor war AMD dafür kritisiert worden, diese Sicherheitsfunktion bei Nicht-Pro-Ryzen-CPUs stillschweigend entfernt zu haben.
Laut VideoCardz decken diese Beta-BIOS-Dateien Mainboards der Serien ROG Crosshair, ROG Strix, TUF Gaming und ProArt auf Basis der AMD-Chipsätze X870, B850 und X670 ab. Die entsprechende Firmware wurde vom Übertakter SAFEDISK über das ASUS-ROG-Forum geteilt und enthält Unterstützung für „GNR Transparent Secure Memory Encryption“, wobei GNR für die AMD-Ryzen-9000-Desktop-CPU-Familie (Granite Ridge) steht.
Diese BIOS-Updates basieren auf AGESA ComboAM5 PI 1.3.0.1b Patch A und erscheinen früher als der von AMD zuvor angekündigte Zeitplan für Juli. Sie stellen die TSME-Unterstützung für Nicht-Pro-Ryzen-9000-Prozessoren wieder her. Konkret wurden die meisten X870-Mainboards auf BIOS 2401 aktualisiert, B850-Mainboards auf BIOS 1686 und X670-Mainboards je nach Modell auf BIOS 3901 oder 3886.
AMD hatte letzte Woche gegenüber Tom's Hardware offiziell bestätigt, dass die Speicherverschlüsselung für Ryzen-9000-CPUs nach „wertvollem Community-Feedback“ über BIOS-Updates wiederhergestellt werde. Zuvor hatten AMD-Nutzer ihren Unmut darüber geäußert, dass das Unternehmen die TSME-Unterstützung von Nicht-Pro-CPUs entfernt hatte. TSME ist eine Sicherheitsfunktion, die die CPU vor physischen Angriffen schützt, indem sie die im Speicher gespeicherten Daten verschlüsselt und sie für physische Angreifer unbrauchbar macht.
Auslöser des Vorfalls war, dass ein Benutzer feststellte, dass die Funktion auf seinem Ryzen 7 9700X-System nicht mehr verfügbar war, obwohl sie im BIOS aktiviert war. Weitere Tests mit MSI-Mainboards zeigten, dass Consumer-Ryzen-Chips unter älterer Firmware TSME-Unterstützung melden konnten, unter neueren AGESA-Updates jedoch nicht, während Ryzen-Pro-Prozessoren weiterhin unterstützt wurden. Nach zahlreichen Rückmeldungen machte sich AMD an die Reparatur und setzte den Zeitplan für die Wiederherstellung der Funktion auf Juli per BIOS-Update fest.
Das aktuelle Update von ASUS zeigt, dass die Reparaturarbeiten bereits vor dem von AMD festgelegten Juli-Zeitplan begonnen haben, was ASUS zu einem der ersten Mainboard-Hersteller macht, der die wiederhergestellte Funktion in die tatsächliche Mainboard-Firmware integriert. Allerdings handelt es sich immer noch um Beta-BIOS, die über das ASUS-ROG-Forum geteilt werden, und nicht um breit verfügbare stabile Versionen. Benutzer, die TSME besonders benötigen, sollten die Entwicklung genau verfolgen, während allen, die produktions- oder stabilitätskritische Systeme betreiben, empfohlen wird, auf die endgültige offizielle BIOS-Version zu warten.
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