de.wedoany.com-Bericht: Offene entkoppelte Architekturen und KI-native Automatisierung werden zu zentralen Richtungen der Breitbandnetz-Evolution, und die Zusammenarbeit von Adtran und HPE zeigt einen konkreten Umsetzungspfad in diesem Trend. Durch die Integration offener PON-Plattformen und interoperabler Architekturen wollen die Partner Betreiber dabei unterstützen, angesichts steigender Bandbreitenanforderungen und Gewinndrucks eine Infrastruktur aufzubauen, die auf die Entwicklung hin zu 50G PON und Multi-Gigabit-Diensten ausgelegt ist.

Breitbandnetze stehen derzeit vor einer komplexen Balance aus steigendem Bandbreitenbedarf, Erwartungen an Multi-Gigabit-Dienste und Gewinndruck. Für Betreiber liegt die Herausforderung nicht nur in der Übertragungskapazität, sondern auch darin, die Infrastruktur in eine Stütze für die Diensterweiterung und neue Wachstumslogiken zu verwandeln. Die Grenzen traditioneller Architekturen bei der Beschleunigung des Einsatzes, der Senkung der Betriebskosten und der Einführung kontinuierlicher Innovationen treiben die Entwicklung offener, entkoppelter und programmierbarer Netzmodelle voran. Diese Modelle sollen die wachsende Komplexität digitaler Dienste im Zuge des technologischen Fortschritts unterstützen.
Entkoppelte Architekturen und eine offene Multi-Vendor-Strategie sind entscheidend. Die auf offenen Standards basierende Interoperabilität mehrerer Anbieter ermöglicht es Betreibern, dynamisch die am besten geeigneten Technologien auszuwählen und Lieferkettenrisiken zu reduzieren. Dieser Ansatz hilft beim Aufbau langfristig ausgelegter Netze, die die Entwicklung hin zu fortgeschrittenen Szenarien wie 50G PON und Hochgeschwindigkeitsdiensten unterstützen. Die Zusammenarbeit von Adtran und HPE geht über den Zugangsbereich hinaus und erstreckt sich auf DWDM- und optische Übertragungsbereiche, wodurch eine stabile Partnerschaft auf Basis von Interoperabilität, offenen Standards und Multi-Vendor-Integration entsteht.
Marcello Forti, Vice President Sales Southern Europe bei Adtran, betonte, dass es heute entscheidend sei, eine Infrastruktur aufzubauen, die sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln lasse, ohne an eine bestimmte Technologie gebunden zu sein. Die Integration offener PON-Plattformen und interoperabler Architekturen ermögliche es Betreibern, sich auf die Entwicklung hin zu Multi-Gigabit-Diensten und 50G PON vorzubereiten und gleichzeitig die Kontrolle über ihre Entwicklungsstrategie zu behalten. Der Kern liege nicht in der einfachen Integration verschiedener Technologien, sondern im Aufbau eines offenen, programmierbaren Infrastrukturmodells, das Zugang, Aggregation und optische Übertragung vereint.
Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Partner die Expertise von HPE Networking in den Bereichen Routing und KI-nativem Betrieb mit dem PON-Portfolio von Adtran kombiniert. Aus architektonischer Sicht ermöglicht die Integration von Routern und Plattformen einen entkoppelten, leistungsstarken Breitbandzugang, der auf einer einzigen Infrastruktur Wohn-, Geschäfts-, Großhandels- und Mobildienste unterstützen kann. Dies schafft ein Netz, das Glasfaser-Aggregationsfähigkeiten, intelligente Automatisierung und einheitliches Management vereint und so die Betriebseffizienz direkt steigert.
Das Besondere an dieser Lösung ist die absichtsbasierte Automatisierung, die durch offene APIs unterstützt wird. Dieser Ansatz ermöglicht ein proaktives Management des gesamten Netzlebenszyklus, von der Vorkonfiguration bis zum Day-2+-Betrieb, wodurch menschliche Fehler und Eingriffszeiten reduziert werden. Stefano Andreucci, Senior Sales Director bei HPE – Juniper Networks, betonte, dass KI-native Automatisierung die Art und Weise verändere, wie Breitbandnetze verwaltet werden. Ziel sei es, den Betrieb zu vereinfachen, die Einführung neuer Dienste zu beschleunigen und gleichzeitig die Komplexität und Kosten der Infrastrukturverwaltung zu senken. KI-native Funktionen können das Fehlermanagement optimieren, Konfigurationsprozesse beschleunigen, das Benutzererlebnis verbessern und die Betriebskosten deutlich senken. Gleichzeitig beschleunigt ein Plug-and-Play-Modell den Infrastruktureinsatz.
Die Kombination aus Architekturoffenheit und fortschrittlicher Automatisierung bringt praktische Vorteile. Betreiber können ihre Netze flexibel erweitern, von verteilten Einsätzen bis hin zu Szenarien mit hoher Dichte, wobei die Kapazität über 100.000 Nutzer unterstützen kann. Die Kompaktheit der entkoppelten OLT-Plattform trägt zur Verbesserung der Energieeffizienz bei und reduziert Platzbedarf und Stromverbrauch. Diese Architektur fördert eine engere Integration zwischen Breitbandzugang, Aggregation und optischer Übertragung, überwindet die Fragmentierung traditioneller Infrastrukturen und ermöglicht es Betreibern, auf einer einheitlichen, flexiblen Architektur neue Dienste und Geschäftsmodelle zu entwickeln.
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