de.wedoany.com-Bericht: Der brasilianische Bundesstaat São Paulo plant, bis Ende 2026 eine Konzessionsauktion für Sanitäranlagen in Städten durchzuführen, die nicht von der staatlichen Grundsanierungsgesellschaft (Sabesp) bedient werden. Das gesamte Investitionsvolumen wird auf 30 Milliarden Real geschätzt. Natália Resende, Sekretärin des Staatssekretariats für Infrastruktur und Umwelt, erklärte in einem Exklusivinterview, dass die Auktion voraussichtlich nach den Wahlen stattfinden werde, um den festgelegten Zeitplan einzuhalten.

Diese Maßnahme ist Teil des 2023 gestarteten UniversalizaSP-Plans, der die voraussichtlich 146 Städte in vier bis fünf regionale Blöcke aufteilen soll. Die Aufteilung der Blöcke erfolgt nach der Logik der Einzugsgebiete und der staatlichen Wasserressourcen-Managementeinheiten (UGRHI). Die öffentliche Konsultation des Projekts endete am 12. Juni; im nächsten Schritt werden Vorschläge aufgenommen und die Anzahl der Blöcke und teilnehmenden Städte festgelegt.
Das Gesamtvolumen des Projekts beträgt 30 Milliarden Real, einschließlich Investitionen und Betriebskosten in Höhe von 20 Milliarden Real. Neben privaten Investitionen wird die Landesregierung rund 50 Milliarden Real für die Subventionierung struktureller Projekte bereitstellen. Resende erklärte, dass dieser Betrag zwar enorm, aber notwendig sei und besser sei als langfristig auf temporäre Maßnahmen wie Brunnenbohrungen angewiesen zu sein.
Der Markt zeigt Interesse an dem Projekt. Sabesp hat bereits signalisiert, dass sie Synergien des Projekts untersucht, und mehrere Akteure befinden sich in Gesprächen. Resende wies darauf hin, dass die regulatorische Stabilität im Bundesstaat São Paulo gut sei und dazu beitrage, hervorragende Teilnehmer anzuziehen. Derzeit führt die Landesregierung Gespräche mit Regulierungsbehörden wie Arsesp und Cetesb, um für jeden Block eine Regulierungsbehörde einzurichten und rechtliche Sicherheit und Vorhersehbarkeit in den Verträgen zu gewährleisten.
Der Universaliza-Plan umfasst auch Entwässerungsdienste, um die Widerstandsfähigkeit der Städte zu erhöhen. Die Landesregierung legt über den staatlichen Wasserressourcenfonds (Fehidro) mehr Wert auf die Entwässerung und erstellt gemeinsam mit den Städten makroskopische Entwässerungspläne. Der im Projekt in Betracht gezogene Investitionszeitraum erstreckt sich bis 2060 und entspricht dem Zeitrahmen des staatlichen Sanierungsplans. Einschließlich Sabesp und Universaliza beläuft sich das gesamte Investitionsvolumen auf 360 Milliarden Real.









