ADNOC und Eni erwerben Anteile an drei argentinischen Gasblöcken
2026-06-30 12:00
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de.wedoany.com-Bericht: Die internationale Investitionsplattform XRG, eine Tochtergesellschaft der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, hat gemeinsam mit dem italienischen Energiekonzern Eni eine Vereinbarung unterzeichnet, um Anteile an drei vorgelagerten Erdgasblöcken zu erwerben, die mit einem argentinischen Flüssigerdgas (LNG)-Exportprojekt verbunden sind. Die drei unkonventionellen Gasblöcke – Meseta Buena Esperanza, Aguada Villanueva und Las Tacanas – befinden sich im ressourcenreichen Vaca-Muerta-Schieferbecken in Argentinien. Gemäß der neu unterzeichneten Vereinbarung werden XRG und Eni jeweils 32 % der Anteile halten, während die argentinische staatliche Ölgesellschaft YPF die verbleibenden 36 % behält. Die endgültige Investitionsentscheidung (FID) für das Projekt wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2026 getroffen.

Das in den drei Blöcken geförderte Gas wird hauptsächlich zur Versorgung des argentinischen LNG-Projekts verwendet. Dieses Projekt ist ein groß angelegtes integriertes Upstream-Midstream-Vorhaben mit einer geplanten jährlichen LNG-Produktionskapazität von 12 Millionen Tonnen, das darauf abzielt, Argentinien zu einem der weltweit führenden Brennstoffexporteure zu machen. Das Projekt umfasst den Bau von zwei schwimmenden LNG-Anlagen (FLNG) in der Provinz Río Negro in der Region Patagonien, jede mit einer Jahreskapazität von 6 Millionen Tonnen.

Für Eni und XRG bietet diese Zusammenarbeit den Erwerb langfristiger Anteile an einer der weltweit größten unkonventionellen Gasressourcen und ergänzt ihr bereits hoch diversifiziertes globales Gasportfolio. Für die argentinische Regierung hat das Projekt hingegen eine bedeutende makroökonomische Bedeutung, da es eine Schlüsselmaßnahme zur Stärkung der Dollarreserven des Landes durch Energieexporte darstellt. Derzeit treibt die Regierung von Präsident Javier Milei eine 30 Milliarden US-Dollar schwere Energiewendestrategie voran, die auf das Vaca-Muerta-Schieferbecken abzielt, um die Dollarreserven zu erhöhen. Zu den wichtigsten Projekten dieser Strategie gehören:

Das Vaca-Muerta-Sur-Pipeline-Projekt (VMOS): Dieses Projekt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 2,6 Milliarden US-Dollar zielt darauf ab, Rohöl aus dem Neuquén-Becken zu einem neuen Exportterminal in Punta Colorada in der Provinz Río Negro zu transportieren.

Das Southern Energy (SESA)-Projekt: SESA ist ein Konsortium mehrerer Energieunternehmen, das den Einsatz schwimmender LNG-Anlagen plant und voraussichtlich jährliche Deviseneinnahmen von rund 2,5 Milliarden US-Dollar generieren wird.

Darüber hinaus ist das von der Milei-Regierung geförderte umfassende Investitionsanreizsystem (RIGI) ein wichtiger Bestandteil der Vaca-Muerta-Entwicklungsstrategie. Dieses System bietet Steuererleichterungen, Zollvergünstigungen und großzügigere Exportbedingungen für einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren, um den Aufbau langfristiger Energie-infrastruktur zu beschleunigen.

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