Serbiens NIS-Ölgesellschaft erhält Verlängerung der US-Sanktionsausnahme bis 31. Juli
2026-07-01 10:45
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de.wedoany.com-Bericht: Dimension News, Serbiens Energieministerin Dubravka Đedović Handanović gab am Dienstag auf sozialen Medien bekannt, dass die russisch kontrollierte serbische Ölgesellschaft (NIS) vom Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums eine neue Sanktionsausnahme erhalten hat, die bis zum 31. Juli gültig ist. Die vorherige Ausnahme läuft am Mittwoch aus.

Diese Ausnahme erlaubt es NIS, dem einzigen Raffineriebetreiber Serbiens, weiterhin Rohöl zu importieren, bis das Unternehmen den Verkauf seiner russischen Mehrheitsbeteiligung an den ungarischen Konzern MOL (MOLB.BU) abgeschlossen hat. Als Teil der US-Sanktionen gegen den russischen Energiesektor verhängte OFAC im Oktober letzten Jahres Sanktionen gegen NIS und forderte die Veräußerung der von der russischen Erdgasindustrie und der russischen Erdgasgesellschaft gehaltenen Anteile.

Am 19. Januar dieses Jahres unterzeichnete MOL eine Vereinbarung zum Erwerb der von den beiden russischen Unternehmen gehaltenen Anteile von rund 56 % an NIS. Nach mehreren Verlängerungen hatte OFAC die beteiligten Parteien zuvor aufgefordert, die Transaktion bis Mittwoch abzuschließen. Die serbische Regierung hält derzeit rund 29,9 % der Anteile an NIS und plant, ihren Anteil um 5 % zu erhöhen. Die russische Erdgasgesellschaft hält rund 11,3 % der Anteile an NIS, ihre sanktionierte Öltochtergesellschaft 44,9 %, die restlichen Anteile werden von Minderheitsaktionären und Mitarbeitern gehalten.

Die Festlegung der neuen Ausnahmefrist ist an den Zeitplan für den Abschluss der Transaktion gekoppelt und bietet NIS einen Puffer für den Betrieb. Die serbische Regierung hat ihre Unterstützung für die Übernahme durch MOL bekundet und hofft, durch eine Erhöhung des staatlichen Anteils ihren Einfluss im Energiesektor zu stärken.

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