de.wedoany.com-Bericht: Das auf KI-Agenten-Sicherheit spezialisierte Startup Straiker hat eine Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 64 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Die Runde wurde von Marathon Management Partners angeführt, mit Beteiligung von Citi Ventures, Illuminate Financial und Workday Ventures. Auch die Altinvestoren Bain Capital Ventures und Lightspeed haben ihre Beteiligung aufgestockt. Das in Mountain View ansässige Unternehmen hat damit insgesamt 85 Millionen US-Dollar eingesammelt.
Straiker positioniert sich als „Agenten-Sicherheitsunternehmen" und adressiert vor allem die Sicherheitsrisiken, die entstehen, wenn KI-Agenten autonom in Unternehmenssystemen agieren. Herkömmliche Sicherheitstools gehen davon aus, dass Software nach festen Regeln arbeitet. KI-Agenten hingegen können in Echtzeit schlussfolgern und nicht vorprogrammierte Aktionen ausführen – eine Lücke, die herkömmliche Schutzmaßnahmen kaum abdecken.
Laut IDC wird die Anzahl der KI-Agenten in Unternehmen bis 2029 auf über eine Milliarde steigen – etwa das 40-fache des Niveaus von 2025. Reuters berichtete im Frühjahr von einem typischen Fall: Angreifer brachten einen KI-Support-Agenten von Meta dazu, die E-Mail-Adresse eines Kontos zu ändern und die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu umgehen – und übernahmen so mehr als 20.000 Instagram-Konten, ohne das Kernsystem zu durchbrechen. Tests des hauseigenen Forschungsinstituts STAR Labs von Straiker zeigen, dass 36 % der erfolgreichen Angriffe auf Codierungsagenten zu Remote-Code-Ausführung führen; bei Angriffen auf Produktivitätsagenten enden 91 % mit lautlosem Datendiebstahl – ohne dass dabei Malware oder Passwortdiebstahl im Spiel sind.
Die Plattform von Straiker schützt in drei Schritten: Erkennung aktiver Agenten im Unternehmensnetzwerk, Stresstests vor der Bereitstellung zur Identifizierung von Schwachstellen sowie Echtzeitüberwachung zur Abwehr von Angriffen. CEO Ankur Shah war zuvor für das Prisma-Cloud-Geschäft von Palo Alto Networks verantwortlich; CTO Sreenath Kurupati leitete nach der Übernahme seines Betrugserkennungs-Startups Cyberfend durch Akamai die KI- und Sicherheitsforschung bei Akamai.
Seit seiner Gründung im Jahr 2025 verkauft Straiker seine Produkte an führende KI-Labore und Fortune-500-Unternehmen. Die wiederkehrenden Einnahmen sind in weniger als einem Jahr um mehr als das 15-Fache gestiegen. Die frischen Mittel sollen in die Produktentwicklung, den Ausbau des STAR-Labs-Forschungsteams sowie die internationale Expansion fließen. Gokul Rajaram von Marathon wird in den Vorstand eintreten.
Bereits zahlreiche Startups sind im Bereich KI-Agenten-Sicherheit aktiv – von der Verwaltung nicht-menschlicher Identitäten bis hin zur Zugriffssteuerung für Agenten. Die größte Gefahr für diese Kategorie besteht darin, dass große Sicherheitsanbieter ähnliche Funktionen in ihre eigenen Produktsuiten integrieren. Straiker ist jedoch überzeugt, dass KI-Agenten so speziell sind, dass sie dedizierte Sicherheitslösungen benötigen.









