de.wedoany.com-Bericht: Der Präsident von Honda, Toshihiro Mibe, gab auf der Jahreshauptversammlung bekannt, dass die Zusammenarbeit mit Nissan „recht gut voranschreitet und in einigen Bereichen kurz vor der Bekanntgabe steht“. Die gemeinsame Nutzung elektronischer Steuergeräte (ECU) könnte der erste konkrete Erfolg sein. Diese Aussage dient teilweise dazu, die Bedenken der Aktionäre hinsichtlich der jüngsten finanziellen Entwicklung zu zerstreuen – Honda verzeichnete den ersten Jahresfehlbetrag seiner Geschichte.
Bereits Anfang der Woche wurde bekannt, dass mehrere Modelle von Honda, Nissan und Mitsubishi (einschließlich Hybrid- und Elektrofahrzeugen) eine gemeinsame ECU verwenden werden. Laut Nikkei Asia müssen sich die drei Unternehmen noch über die Entwicklungsfinanzierung und andere Bedingungen einigen, die Unterzeichnung einer Vereinbarung wird jedoch innerhalb weniger Wochen erwartet. Die gemeinsame ECU könnte etwa 2029 oder 2030 auf den Markt kommen. Sobald verschiedene Marken denselben „Gehirn“ verwenden, wird die weitere Zusammenarbeit reibungsloser verlaufen. Die gemeinsame Steuereinheit wird als Grundlage für die spätere technische Integration angesehen.

Ein potenzielles Hindernis für die Zusammenarbeit kommt von Renault. Die französische Marke hält noch 15 % der Stimmrechte an Nissan. Berichten zufolge könnte Renault kürzlich die Aktionärsabstimmung beeinflusst haben, was zur Ablehnung des Vorschlags von Nissan führte, Motoo Nagai als externes Vorstandsmitglied zu berufen. Da Nissan ein börsennotiertes Unternehmen ist, bedarf ein bedeutendes Kapitalbündnis mit Honda der Zustimmung der Aktionäre. Dieses Ereignis zeigt, dass Renault in diesen Angelegenheiten weiterhin erheblichen Einfluss hat.
Honda steht derzeit unter erheblichem operativem Druck. Das Unternehmen verzeichnete für das bis März abgeschlossene Geschäftsjahr einen Nettoverlust von 423,9 Milliarden Yen (etwa 2,62 Milliarden US-Dollar). Toshihiro Mibe erklärte, dass das Pkw-Geschäft von Honda in Schwierigkeiten geraten werde, wenn es dem Unternehmen nicht innerhalb von drei Jahren gelinge, „die neuen Wettbewerber zu schlagen“.










