Brasilianische Bank Itaú setzt mit 1.300 5G-Verkaufsstellen Maßstäbe für den Telekommunikationswandel
2026-07-01 13:50
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de.wedoany.com-Bericht: Bruno Cezzaretto, Telekommunikationsmanager der Itaú-Bank, betonte auf der von der GSMA in São Paulo veranstalteten Digital Nation Summit, dass das Telekommunikationsgeschäft zu einem zentralen Pfeiler der Bankentwicklung geworden sei. Cezzaretto erklärte, dass Itaú Telekommunikation nicht als reines Produkt oder Infrastruktur betrachte, sondern als strategisches Element für Wachstum. Als eine der ersten Banken, die vollständig auf 5G setzende Filialen zur Technologieerprobung eröffnete, verfügt sie heute über 1.300 reine 5G-Kundenverkaufsstellen. Cezzaretto erläuterte, dass die Glasfaserabdeckung elastizitätsbedingte Probleme aufweise, während 5G die Verfügbarkeit der Verkaufsstellen erhöhen und Unterbrechungen vermeiden könne.

Im Bereich der Open-Gateway-API hat die Itaú-Bank bereits praktische Erfahrungen gesammelt. Laut Cezzaretto ist die Bank der größte Nutzer des Dienstes „SIM Swap“ mit insgesamt 70 Millionen Abfragen; gleichzeitig wurden 5 Millionen Abfragen für den Dienst „Know your Customer“ durchgeführt. Diese Anwendungen haben positive Ergebnisse bei der Betrugsbekämpfung und der Benutzerregistrierung erzielt und tragen zur Authentifizierung und Bestätigung der Kundenidentität bei.

Mariana Abreu, Geschäftsführerin von Conexis, die große Betreiber vertritt, erklärte, dass die Aussagen von Itaú genau die Botschaft seien, die die Telekommunikationsbranche an andere Wirtschaftssektoren senden wolle. Sie wies darauf hin, dass der Schlüssel darin liege, auf Basis von Investitionen Werte zu schaffen, Nachhaltigkeit zu gewährleisten und den Aktionären Renditen zu bieten. Abreu ist der Ansicht, dass der Fokus der Telekommunikationsbranche derzeit darauf liege, Beschränkungen zu lösen, die Kontinuität von Investitionen und Dienstleistungen zu sichern und sich auf die digitale Transformation zu konzentrieren, indem Ökosysteme geschaffen werden, um andere Branchen zu Konnektivitätsinvestitionen zu bewegen. Sie betonte, dass dieser Prozess einen Dialog mit Regulierungsbehörden und Regierungen erfordere, um sicherzustellen, dass Investitionen Renditen abwerfen und die Digitalisierung des Produktionssektors vorantreiben.

Cezzaretto ergänzte, dass Itaú in zukunftsweisenden Bereichen wie Open Gateway führend sei, wovon ganz Brasilien profitieren werde. Er glaubt, dass Open Gateway die Entwicklung beschleunigen und das Geschäftsmodell der Telekommunikationsbranche verändern werde – nicht mehr als reine Infrastruktur, sondern als Vehikel für Zusammenarbeit und gemeinsame Wertschöpfung zwischen zwei Branchen.

Traditionelle Netzwerktechnologieunternehmen warnen, dass der Fortschritt der Künstlichen Intelligenz Auswirkungen auf alle Wirtschaftssektoren haben werde. Andrea Faustino, Chief Technology Officer bei Ericsson, wies darauf hin, dass die Kombination von Cloud, 5G-Konnektivität und Künstlicher Intelligenz für viele Branchen Chancen zur digitalen Transformation biete. Er betonte, dass Konnektivität nicht nur zum Treiber Künstlicher Intelligenz für verschiedene Branchen werde, sondern auch den Telekommunikationsbetreibern selbst die Möglichkeit biete, ihre Netzwerke zu optimieren.

Carlos Roseiro, ICT-Marketingdirektor bei Huawei, erklärte, dass der Technologiebereich kapitalintensiv sei und kurze Innovationszyklen aufweise, wobei Künstliche Intelligenz ein wichtiger Faktor für den Wandel der Telekommunikationsunternehmen werde. Er erwähnte, dass die Betreiber bereits die Voraussetzungen für den Ausbau von 5G-Advanced-Netzen durch zusätzliche Frequenzbänder hätten. Roseiro ist der Ansicht, dass 5G-Advanced entstanden sei, weil Künstliche Intelligenz einen Bedarf an Upload-Kapazitäten schaffe, den andere Dienste nicht erzeugen könnten, was zu einer Verschiebung des Verkehrsverhältnisses von früher 9:1 auf nun 6:1 führe. Dies erfordere Anpassungen der Mobilfunknetze an die neuen Verkehrsmuster.

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