de.wedoany.com-Bericht: Die Cemig-Tochtergesellschaft Gasmig hat mit GeoMit (einem Joint Venture zwischen dem japanischen Mitsui & Co. und dem brasilianischen Unternehmen Geo bio gas&carbon) sowie der Zucker- und Alkoholgesellschaft von Minas Gerais (CMAA) einen Biomethan-Liefervertrag unterzeichnet. In Uberaba im Dreieck-Minas-Gebiet soll eine Anlage mit einer Tagesproduktion von 50.000 Kubikmetern errichtet werden. Der Vertrag ist das erste Ergebnis der größten öffentlichen Ausschreibung für Biomethan in der Geschichte von Gasmig und markiert den Eintritt einer der weltweit größten Investmentgruppen in den Markt für erneuerbares Gas im Bundesstaat Minas Gerais.

Die neue Anlage produziert Biomethan aus Nebenprodukten der Zucker- und Ethanol-Herstellung von CMAA – ein kohlenstoffarmer Kraftstoff, der durch die Zersetzung organischer Abfälle entsteht. Der kommerzielle Betrieb soll im Mai 2028 beginnen. Um die Produktionskapazität an das Verteilernetz anzuschließen, plant Gasmig Investitionen von rund einer Milliarde Brasilianischen Real in die Infrastruktur. Das Projekt umfasst etwa 400 Kilometer an separaten Rohrleitungen und Verbindungsleitungen, um die Versorgung von Industriekunden, die derzeit fossile Brennstoffe wie Diesel, Heizöl und Flüssiggas nutzen, mit erneuerbarem Gas auszuweiten.
Der CEO von Cemig, Alexandre Ramos, bezeichnete die Zusammenarbeit als Meilenstein für die Energiewende des Bundesstaates. Der CEO von Gasmig, Gustavo de Marchi, betonte, dass Minas Gerais die Voraussetzungen habe, zu einem der wichtigsten Biomethan-Produktionszentren des Landes zu werden. Die Rolle von Gasmig sei es, ein Geschäftsumfeld zu schaffen, Investitionen anzuregen und das Angebot an erneuerbaren Energien auszuweiten.
Die Vertragsmenge von Gasmig für die Anlage in Uberaba entspricht etwa 20 % des prognostizierten Biomethan-Bedarfs des Unternehmens in dieser Region. Der Verteiler plant, in den kommenden Jahren täglich bis zu 250.000 Kubikmeter erneuerbaren Kraftstoff zu beschaffen, um seinen Energiemix zu diversifizieren und den Anteil kohlenstoffarmer Energie zu erhöhen. Das Projekt steht im Einklang mit dem „Gesetz für zukünftige Kraftstoffe", das die Beteiligung von Biomethan am brasilianischen Energiemix ausweitet und Nutzungsziele für die Branche festlegt. Im Vergleich zu Diesel kann Biomethan die Treibhausgasemissionen um bis zu 80 % reduzieren und fördert gleichzeitig die Kreislaufwirtschaft durch die Nutzung von agroindustriellen Abfällen, die zuvor keine energetische Verwendung fanden.









