de.wedoany.com-Bericht: Ein Unterseekommunikationskabel namens „Amber Cable“ wird in der Ostseeregion geplant. Das Kabel ist 1.500 Kilometer lang und sieht neun Kabelanlandungsstationen an den Ostseeküsten Finnlands, Estlands, Lettlands, Litauens, Polens und Dänemarks vor.

Laut der offiziellen Website von Amber Cable befindet sich das Projekt derzeit in der „Phase eins“, die sich auf die Durchführung relevanter Studien und die Einbindung von Interessengruppen konzentriert. Die Beantragung von Genehmigungen und die technische Planung des Kabels haben noch nicht begonnen. Gleichzeitig beantragt das Projekt Fördermittel bei der Fazilität „Connecting Europe Facility“ der Europäischen Kommission.
Das Projektteam erklärt auf seiner Website, dass die geopolitische Bedeutung und die Bedeutung der digitalen Infrastruktur in der Ostseeregion weiter zunehmen, was eine Erhöhung der Resilienz und Redundanz der Infrastruktur, ein schutzorientiertes Infrastrukturdesign und eine verstärkte koordinierte regionale Planung erforderlich mache.
In der Region kam es Ende 2024 zu Unterbrechungen von Unterseekabeln. Zwischen Dezember 2024 und Januar 2025 wurden in der Ostsee insgesamt fünf Unterseekabel durchtrennt. Die Behörden vermuteten zunächst, dass es sich um vorsätzliche Sabotageakte Russlands und Chinas handelte, doch spätere Untersuchungen blieben ergebnislos und deuteten darauf hin, dass die Durchtrennungen möglicherweise auf Unfälle zurückzuführen sind.









