Amtrak hält an 1,6-Milliarden-Dollar-Projekt für East-River-Tunnel fest, Fertigstellung bis 2027 geplant
2026-07-01 18:01
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de.wedoany.com-Bericht: Die Sanierungsarbeiten am East-River-Tunnel der US-Eisenbahngesellschaft Amtrak verzögern sich: Die Wiedereröffnung der Linie 2 wird nun für August erwartet, etwa einen Monat später als ursprünglich geplant. Laura Mason, Executive Vice President des Unternehmens, erklärte auf einem Fortschrittsupdate im Juni, dass die Bauarbeiter bei der Installation der Oberleitungen festgestellt hätten, dass mehr als die Hälfte der 203 Deckenpositionen Hohlräume aufwiesen. Zunächst müssten technische Änderungen vorgenommen werden, bevor die endgültigen Stützvorrichtungen montiert werden könnten.

Mason betonte, dass der Tunnel weiterhin sicher sei und die strukturelle Integrität keinen Anlass zur Sorge gebe. Das gesamte Sanierungsprojekt solle weiterhin bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Das im vergangenen Jahr begonnene East-River-Tunnel-Projekt kostet 1,6 Milliarden US-Dollar und ist ein zentraler Knotenpunkt des Northeast Corridor, der verkehrsreichsten Personenverkehrsstrecke der USA. Ziel des Projekts ist es, die durch Hurrikan Sandy verursachten Schäden zu beheben und die über hundert Jahre alte Struktur für die nächsten 100 Jahre zu modernisieren. Der Tunnel besteht aus vier Röhren, von denen zwei einer umfassenden Sanierung bedürfen.

Amtrak rechnet nun damit, die erste Tunnelröhre – Linie 2 – im August wieder zu eröffnen, etwa ein Jahr nach Beginn der großflächigen Abriss- und Bauarbeiten. Die zweite Röhre – Linie 1 – soll später in diesem Jahr für den Wiederaufbau geschlossen werden. Mason erklärte auf einer Sitzung am 17. Juni, dass die Stilllegung der Linie 1 unmittelbar nach Abschluss der Infrastrukturverstärkungen im Herbst geplant sei. Man arbeite mit Partnern an der Aktualisierung des Gleisbauplans, um sicherzustellen, dass die Verstärkungen vor der Stilllegung abgeschlossen seien. Die Stilllegung der Linie 1 sei weiterhin auf 13 Monate ausgelegt, man werde jedoch aus den Erfahrungen mit Linie 2 lernen und versuchen, Anpassungen am Zeitplan vorzunehmen.

Mason wies darauf hin, dass eine der wichtigsten Erkenntnisse aus der ersten Stilllegung die Entscheidung gewesen sei, jede Tunnelröhre vollständig zu schließen, anstatt sich auf nächtliche und wochenendliche Baufenster zu verlassen. Eine kontinuierliche, vom Auftragnehmer kontrollierte Stilllegung gelte als die kosteneffizienteste, effizienteste und sicherste Methode. Eine Abhängigkeit von nächtlichen und wochenendlichen Stilllegungen würde die Kosten erheblich erhöhen und die Bauzeit verlängern.

Die kontinuierliche Stilllegung ermögliche es den Bauarbeitern, das Entwässerungssystem zu erneuern und die Tunnelauskleidung zu reparieren, ohne zwischen den Baufenstern wiederholt provisorische Schienensysteme installieren und entfernen zu müssen. Durch die vollständige Schließung der gesamten Strecke könne der Auftragnehmer die Reparaturarbeiten ungestört durchführen.

Mason ergänzte, dass die Bauarbeiter nach dem Abriss der vorhandenen Stufenwände (bench walls) festgestellt hätten, dass die Kabelkanäle bereits eingestürzt seien und nur noch sehr wenig Kapazität vorhanden sei, während das Entwässerungssystem verstopft und unbrauchbar sei. Amtrak erklärte, diese Erkenntnisse bestätigten die Notwendigkeit eines vollständigen Wiederaufbaus anstelle von oberflächlichen Reparaturen. Mason sagte, nach dieser Stilllegung sei man überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ohne den Abriss der Stufenwände wäre das Entwässerungssystem nicht zugänglich gewesen, was bedeutet, dass es nie hätte repariert werden können.

Um dieses Problem zu lösen, habe das Team den hydrostatischen Druck auf die Tunnelauskleidung verringert, wodurch die Wassereinbrüche deutlich reduziert worden seien. Mason erklärte, man werde aus der Stilllegung der Linie 1 Lehren ziehen, die Arbeitsreihenfolge neu ordnen, um diesen Teil früher abzuschließen, das Entwässerungsproblem zu lösen und die Anzahl der zu behandelnden Wasserlecks zu reduzieren.