Schwedisches Unternehmen Metacon erhält bis zu ca. 111 Millionen SEK für den Bau einer 10-Megawatt-Wasserstoffanlage
2026-07-03 09:17
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de.wedoany.com-Bericht: Die schwedische Metacon AB (publ) hat vom schwedischen Klimainvestitionsförderprogramm Klimatklivet eine Unterstützung in Höhe von bis zu ca. 111 Millionen SEK für den Bau einer 10-Megawatt-Elektrolyseanlage in Uppsala erhalten. Die Gesamtinvestition des Projekts beträgt ca. 202 Millionen SEK, wobei der Förderbetrag 55 % der Gesamtinvestition ausmacht. Die Anlage soll auf dem Gelände der Abfallentsorgungsanlage Hovgården der Uppsala Vatten och Avfall AB errichtet werden und bei Volllast voraussichtlich rund 1.480 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren.

Der geplante Wasserstoff soll industrielle Nutzer und Wasserstofftankstellen in Mittelschweden versorgen. Die Region verfügt derzeit nur über ein begrenztes Wasserstoffangebot, das hauptsächlich auf Transporte aus anderen Regionen und Ländern angewiesen ist. Das Projekt basiert auf einer Produktion unter realen Marktbedingungen, wobei das Produktionsinteresse durch Absichtserklärungen nationaler und lokaler Marktteilnehmer bestätigt wurde.

Gemäß dem genehmigten Antrag wird das Projekt voraussichtlich eine jährliche Reduzierung der CO₂-Emissionen um rund 23.000 Tonnen ermöglichen. Die Emissionsminderung wird hauptsächlich durch die Substitution von Diesel im Schwerlastverkehr und die Verringerung des Bedarfs an Langstreckentransporten von Wasserstoff erreicht. Das Projekt umfasst auch die Integration in die bestehenden Anlagen in Hovgården: Der bei der Elektrolyse anfallende Sauerstoff soll im Sickerwasserbehandlungsprozess von Uppsala Vatten och Avfall genutzt werden, während die bei dem Prozess entstehende Wärme zur Beheizung der Anlage zurückgewonnen wird.

Für Metacon stellt die Anlage auch ein strategisches Referenzprojekt dar, das die Technologie-, Systemintegrations- und Betriebsfähigkeiten des Unternehmens unter realen Bedingungen demonstriert. Das Projekt zielt darauf ab, das Kerngeschäft von Metacon im Bereich Design, Integration und Lieferung von Wasserstoffsystemen durch die Schaffung einer Referenzumgebung in Originalgröße für die Elektrolysemodule des Unternehmens zu stärken.

Die Nettoinvestition von Metacon nach Erhalt der Förderung wurde teilweise durch die Übernahme der Insolvenzmasse von Hynion finanziert, die am 14. Oktober 2025 bekannt gegeben wurde. Die Projektstruktur führt zu einem anfänglich geringen Kapitalbedarf, wobei der verbleibende Finanzierungsbedarf in späteren Projektphasen auftritt. Der Bau soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen, die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2029 geplant.

Christer Wikner, Präsident und CEO von Metacon, erklärte, dass das Projekt zeigen werde, dass grüner Wasserstoff in größerem Maßstab und effizient lokal produziert werden könne, was der Region Klimavorteile, erhöhte Resilienz und eine höhere Selbstversorgungsfähigkeit bringe und gleichzeitig klar mit der Marktnachfrage korreliere.

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