Brasilien genehmigt Frequenzzuteilung für direkte Satelliten-Mobilfunkverbindung
2026-07-03 09:37
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de.wedoany.com-Bericht: Der Rat der brasilianischen Nationalen Telekommunikationsbehörde (Anatel) hat am 2. Juli ein Frequenzbandzuteilungsschema genehmigt, das die Grundlage für die Einführung von Direct-to-Device (D2D)-Diensten zwischen Satelliten und Mobilgeräten im Land legt.

Brasilien, D2D

Die Zuteilung wurde in den brasilianischen Zweijahresplan für Frequenzbandzuteilung, -zuweisung und -verteilung (PDFF) 2025–2026 aufgenommen. Der stellvertretende Anatel-Ratsherr Nilo Pasquali fungierte als Berichterstatter und legte den entsprechenden Vorschlag vor.

Der genehmigte Vorschlag weist die Mobilfunkfrequenzbänder 700 MHz, 850 MHz, 900 MHz, 1.800 MHz, 1.900/2.100 MHz und 2.500 MHz für die D2D-Nutzung mit sekundärem Status zu. Pasquali betonte, dass Satellitenunternehmen bei der Nutzung der betreffenden Frequenzen stets mit den terrestrischen Betreibern zusammenarbeiten müssen, die diese Bänder besitzen.

Die Abstimmung legte auch den weiteren Diskussionsplan für dieses Thema fest: Der Rat wird für die Festlegung der technischen Eigenschaften der für D2D-Dienste genutzten Teilbänder zuständig sein. Derartige technische Definitionen werden normalerweise von den technischen Abteilungen der Anatel erstellt, doch aufgrund der politischen Bedeutung des Themas wird die oberste Entscheidungsebene direkt eingreifen.

Die Aufsichtsbehörde für Genehmigungen und Ressourcen (Superintendência de Outorgas e Recursos à Prestação) hat 90 Tage Zeit, dem Rat einen Vorschlag mit technischen Spezifikationen vorzulegen. Diese Regelung tritt gleichzeitig mit der Genehmigung der neuen PDFF in Kraft.

Während der Beratungen forderte Anatel-Präsident Carlos Baigorri die technischen Abteilungen auf, das Tempo zu erhöhen, damit er selbst an der Prüfung der technischen Anforderungen teilnehmen kann. Baigoris Amtszeit endet im November.

Die Entwicklung von D2D auf dem Weltmarkt wird aufmerksam verfolgt. Seit 2024 hat Anatel eine experimentelle Umgebung (regulatorische Sandbox) für Tests von D2D in Brasilien eingerichtet. Nilo Pasquali wies darauf hin, dass die weltweiten Diskussionen zu diesem Thema bereits erhebliche Fortschritte gemacht haben und es nun an der Zeit sei, eine klarere Vorgehensweise zu wählen.

Carlos Baigorri wies auf dieser Sitzung darauf hin, dass D2D in Märkten wie den USA, Europa, Chile und Peru bereits Realität sei, und betonte das Potenzial Brasiliens in diesem Bereich. „Wir sind zu einem der Vorreiter dieser Initiative geworden. Wir sind bereits der größte Markt für Breitband-Festnetzzugang über niedrige Satellitenkonstellationen. Mit den geografischen Gegebenheiten Brasiliens und der unterdrückten Nachfrage haben wir das Potenzial, diese Konnektivität auch auf die Mobiltelefone der Bevölkerung auszuweiten.“

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