de.wedoany.com-Bericht: Anthropic hat eine mehrdimensionale strategische Vereinbarung mit dem US-amerikanischen Speicherchip-Hersteller Micron Technology getroffen. Im Rahmen der Vereinbarung wird Micron das KI-Modell Claude einsetzen, um die Überwachung eines Teils seiner Infrastruktur zu optimieren, und gleichzeitig Anthropic durch Investitionen finanziell unterstützen. Beide Seiten haben weder die Investitionssumme noch die spezifischen Lieferbedingungen offengelegt.
Die Erweiterung von KI-Inferenzclustern steht vor Engpässen bei der Speicherbandbreite und der Speicherlatenz. Anthropic betreibt große Inferenzcluster, und seine Telemetriedaten zu HBM-Bandbreite, DRAM-Kapazität und SSD-Latenz können Micron helfen, die tatsächlichen Grenzen zu verstehen und das Produktdesign zu optimieren. Der Kern der Zusammenarbeit besteht darin, diese Daten mit Claude zu verarbeiten, um umsetzbare Optimierungsvorschläge für Speicher und Datenspeicherung zu generieren.
Tom Brown, Mitbegründer und Chief Computing Officer von Anthropic, erklärte, dass die Rechenstrategie auf der Optimierung jeder Ebene des Stapels beruhe und dass Speicher und Datenspeicherung für das Training und die Bereitstellung von Claude-Diensten von entscheidender Bedeutung seien. Die Zusammenarbeit mit Micron ermögliche eine enge Optimierung des Systems und die Sicherstellung der Versorgung, was Teil seiner langfristigen Skalierung der Rechenleistung sei.
Nach Bekanntgabe der Vereinbarung stieg der Aktienkurs von Micron um etwa 6 %. In der Ankündigung erwähnten die beiden Unternehmen keine Zusammenarbeit im Bereich Computational Storage, obwohl diese Technologie zu einem zentralen Thema für KI-Inferenz-Workloads wird. Nvidia hat auf der CES 2026 die Inference Context Memory Storage Platform vorgestellt, die mit der BlueField-4 Data Processing Unit die GPU-KV-Caches auf NVMe-SSDs erweitert.

Micron erzielt hohe Gewinne im HBM-Markt, während Computational-Storage-Lösungen seine profitabelste Produktlinie direkt schwächen könnten. Anthropic hat bereits Vereinbarungen mit Amazon Web Services (AWS), Google, SpaceX, Broadcom, Microsoft und CoreWeave getroffen, um Rechenleistung und die entsprechenden Speicherkapazitäten sicherzustellen. Die Entwicklung seines KI-Modells der nächsten Generation für Verbraucher, Fable 5, wird wieder priorisiert, und Anthropic hat bereits eine strategische Verpflichtung mit Nvidia eingegangen, um dessen KI-Hardwarelösungen zu erhalten.
Dieses Investitionsmodell hat im KI-Bereich bereits Präzedenzfälle, wie z. B. Microsoft, das OpenAI Rechenressourcen und Bargeld im Austausch gegen Eigenkapital zur Verfügung stellt, und Nvidia, das ähnliche Zusagen gegenüber mehreren KI-Unternehmen und Rechenzentrumsfirmen gemacht hat.










