de.wedoany.com-Bericht: Der polnische staatliche Kupfer- und Silberproduzent KGHM hat kürzlich eine neue Strategie vorgestellt und ein Investitionsprogramm in Höhe von 32 Milliarden Złoty (etwa 8,55 Milliarden US-Dollar) angekündigt. Für den Zeitraum 2026 bis 2030 wurden zudem klare Produktions- und Gewinnziele festgelegt.

Der in Polen ansässige Bergbaukonzern hat in seinem Plan mit dem Namen „Strategie 2055+" vorgeschlagen, dass der durchschnittliche jährliche bereinigte Kerngewinn (gemessen am EBITDA) zwischen 2026 und 2030 bei 12 Milliarden Złoty, die Kupferproduktion bei 730.000 Tonnen und die Silberproduktion bei 1.290 Tonnen liegen soll. CEO Remigiusz Paszkiewicz erklärte, dass KGHM nach 2035 zu einem modernen, multi-Rohstoff-Industriekonzern transformiert werden solle. Geplant sei zudem der Bau einer neuen Mine mit dem Namen „KGHM 2.0" in Polen.
Kern der Strategie ist die Sicherung der Erzversorgung in der Nähe der polnischen Schmelzhütten, um die Logistikkosten zu senken. Das Unternehmen erwartet, dass rund 80 % der Kupferproduktion aus inländischen Anlagen stammen werden, der Rest wird durch Überseeminen ergänzt. KGHM gab an, dass fast 80 % der geplanten Investitionen in das Kerngeschäft in Polen fließen, die restlichen Mittel werden für Projekte in Chile, den USA und Kanada bereitgestellt. Derzeit zeigen die Auslandsanlagen bereits eine wichtige Rolle: Im Jahr 2025 trugen diese Anlagen etwa 48 % zum Konzern-EBITDA bei, was hauptsächlich auf den Betrieb der Mine Sierra Gorda in Chile (KGHM hält 55 %) und der Mine Robinson in Nevada zurückzuführen ist.
Anna Sobieraj-Kozakiewicz, Vizepräsidentin für Auslandsanlagen, wies darauf hin, dass das Unternehmen die Position seiner Auslandsanlagen stärken wolle, um die globale Glaubwürdigkeit und die Fähigkeit zur Bewältigung struktureller Veränderungen zu erhöhen. Sie erklärte, dass man künftig auf Basis von Effizienzanalysen nach neuen Entwicklungsmöglichkeiten suchen werde.










