Am 9. April berichtete The Economist, dass das Schweizer Startup Synhelion plant, eine Milliarde Dollar in Marokko zu investieren, um eine Anlage zu bauen, die Solarenergie zur Herstellung fossiler Brennstoffe wie Benzin, Diesel und Kerosin nutzt. Der Investitionsplan wurde Karim Zidane, dem für Investitionen, Koordinierung der öffentlichen Politik und Bewertung zuständigen Ministerialvertreter der marokkanischen Regierung, während des Davos-Forums im Januar dieses Jahres vorgelegt. Die im Kraftwerk verwendete „Sun to Liquid“-Umwandlungstechnologie soll von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich entwickelt worden sein. Das Grundprinzip besteht darin, mithilfe eines solarthermischen Konzentrators eine Mischung aus Methan, Kohlendioxid und Wasser auf über 1.000 °C zu erhitzen und die Rohstoffe unter Hochtemperaturbedingungen katalytisch in die gewünschten Kohlenwasserstoffe umzuwandeln. Synhelion ist davon überzeugt, dass Marokko ein idealer Standort für das Projekt ist, da es über reichlich Solarenergie, genügend Rohstoffe und eine solide industrielle Basis verfügt. Synhelion hat in Spanien bereits mit dem Bau eines Solarkraftwerks zur Nutzung fossiler Brennstoffe begonnen. Das Kraftwerk in Marokko wird kurz darauf folgen und voraussichtlich nach 2027 fertiggestellt und in Betrieb genommen werden.









