de.wedoany.com-Bericht: Der Mobilfunk-Discounter spusu hat auf dem deutschen Markt eine Datenmitnahme eingeführt, die es Nutzern ermöglicht, ungenutztes Datenvolumen auf den folgenden Abrechnungszeitraum zu übertragen, maximal für zwei Monate. teltarif.de hat diese Funktion getestet. Der Dienst wird nach Kalendermonaten abgerechnet; bei einem Vertragsbeginn nicht zu Monatsbeginn werden Kosten und Datenvolumen anteilig berechnet. Beim monatlichen Wechsel werden die Nutzungszähler für Deutschland, EU-Länder, das Vereinigte Königreich und die Schweiz zurückgesetzt. Das ungenutzte Datenvolumen des Vormonats oder der beiden Vormonate wird als „Inland-Bonus-GB“ in den nächsten Zeitraum übertragen und ist nur in Deutschland nutzbar.

Die Tests zeigen, dass das Bonus-Datenvolumen nicht vorrangig verbraucht wird. Das System nutzt stets zuerst das reguläre monatliche Datenkontingent, und die Reihenfolge kann vom Nutzer nicht geändert werden. Diese Regelung bringt Unannehmlichkeiten mit sich: Wenn ein Nutzer beispielsweise am 20. Juli ins Ausland reist und in den ersten 19 Tagen des Monats bereits 80 % des aktuellen Datenvolumens verbraucht hat, kann er beim Roaming in der EU nur die restlichen 20 % des regulären Datenvolumens nutzen, während das Bonus-Datenvolumen erst nach der Rückkehr nach Deutschland verwendet werden kann. Vodafone stellt schrittweise seine GigaDepot-Funktion ein, bei der das übertragene Datenvolumen erst nach Verbrauch des regulären Datenvolumens genutzt wird und das Restvolumen beim EU-Roaming verwendet werden kann. Bei der Telekom können Prepaid-Kunden ungenutztes Datenvolumen automatisch übertragen, wobei das System zuerst das Restvolumen verbraucht. Die Regelung von spusu zeigt deutliche Unterschiede zwischen der Flexibilität beim Roaming und der Priorität des lokalen Netzes.










