de.wedoany.com-Bericht: Zoom gab am Donnerstag die Übernahme von Common Room bekannt. Der Kaufpreis wurde nicht genannt, der Abschluss wird in den kommenden Wochen erwartet.

Common Room entwickelt sogenannte Go-to-Market-Intelligence-Software. Diese integriert mehrere verteilte Datenquellen wie CRM-Aufzeichnungen und Produktnutzungsdaten und kombiniert sie mit realen Signalen, um eine individuelle Ansicht jedes Käufers zu erstellen. Anschließend übernehmen KI-Agenten Aufgaben wie Recherche, Lead-Generierung und das Verfassen maßgeschneiderter Nachrichten.
Für Zoom liegt die Logik der Übernahme in der Erweiterung des Geschäfts nach oben. Die hauseigene Lösung Revenue Accelerator kann bereits Verkaufsgespräche mithören und Vertriebsmitarbeiter schulen. Common Room schließt nun die fehlende Lücke: Bevor ein Anruf getätigt wird, kann die Software dem Vertriebsmitarbeiter mitteilen, welche Konten sich in einer aktiven Marktphase befinden, wer der Käufer ist und warum man ihn kontaktieren sollte. Abhisht Arora, Chief Strategy Officer bei Zoom, erklärte, dass das Revenue-Team eine einheitliche Plattform erhalten werde, mit dem Ziel, dem Team zu helfen, zur richtigen Zeit mit den richtigen Informationen die richtigen Personen zu erreichen.
Diese Übernahme passt zum Transformationsmodell von Zoom. Laut GeekWire hat das 25 Milliarden US-Dollar schwere Unternehmen, nachdem der Videomarkt kein Wachstum mehr verzeichnete, im vergangenen Jahr KI in die Bereiche Vertrieb, Support und Zusammenarbeit integriert, um sich als „Aktionssystem für die Arbeit" neu zu erfinden. Auch Aikido und Adobe haben in den letzten Wochen KI-Startups übernommen.
Common Room wurde 2020 von vier Technologieveteranen von Dropbox, Facebook, AWS und Madrona gegründet, tauchte 2021 aus dem Stealth-Modus auf und erhielt 52 Millionen US-Dollar an Finanzmitteln. Das Unternehmen wurde von GeekWire zum Startup des Jahres 2022 gekürt; zu seinen Kunden zählen Notion, Okta, Snowflake und Anthropic. CEO Linda Lian erklärte, dass der Beitritt zu Zoom es Common Room ermögliche, sein Graph mit den täglichen Gesprächen der Vertriebsmitarbeiter und der KI, die darauf basierend handeln kann, zu verbinden.










