SK Telecom treibt Bau von KI-Rechenzentren mit 15 GW Leistung voran
2026-07-05 16:23
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de.wedoany.com-Bericht: SK Telecom treibt den Bau von KI-Rechenzentren mit einer maximalen Leistung von 15 GW voran, mit dem Ziel, Südkorea zu einem asiatischen Knotenpunkt für KI-Infrastruktur zu machen.

Die weltweite Nachfrage nach Rechenzentren wächst rasant, doch das Angebot kann nicht Schritt halten. Laut Daten von McKinsey steigt die globale Nachfrage nach Rechenzentren jährlich um 19 bis 22 Prozent, und es wird erwartet, dass allein in den USA bis 2030 ein Angebotsdefizit von etwa 15 GW entstehen könnte. Amazon hat in diesem Jahr ein massives Investitionsprogramm in Höhe von rund 200 Milliarden US-Dollar angekündigt, um das KI-Ressourcenangebot so schnell wie möglich zu erweitern. Vor diesem Hintergrund ist Südkorea aufgrund seiner Wettbewerbsfähigkeit bei KI-Kernkomponenten wie High-Bandwidth Memory, stabiler Stromversorgung durch Kernenergie und Flüssigerdgas sowie der durch den Betrieb von Halbleiterproduktionsanlagen erworbenen Fähigkeiten im Betrieb von GW-Infrastruktur zu einem beliebten Ziel für KI-Rechenzentrumsinvestitionen globaler Technologiekonzerne geworden.

SK Telecom CEO Jeong Jae-heon stellt auf dem ‚Nationalen Berichtstreffen zur Strategie zur Förderung fortschrittlicher Industrien in der Yeongnam-Region‘ den Investitionsplan für KI-Rechenzentren vor.

SK Telecom plant, ausgehend vom im Bau befindlichen KI-Rechenzentrum Nr. 1 in Ulsan, einen Cluster mit einer Leistung von über 2 GW in der Yeongnam-Region zu errichten und diesen als Drehscheibe zur Deckung der KI-Infrastrukturnachfrage globaler Technologiekonzerne zu nutzen. Darüber hinaus ist der Bau eines weiteren 1 GW-Clusters in der südwestlichen Region geplant. Ab 2029 sollen in Südkorea schrittweise KI-Rechenzentren mit einer Gesamtleistung von 5 GW eröffnet werden. Um die anfängliche Investitionslast und das Geschäftsrisiko zu verringern, wird der Bau von KI-Rechenzentren mit einer Leistung von 15 GW je nach Nachfrage und Investitionsbedingungen schrittweise bis 2035 vorangetrieben.

Der Bau eines KI-Rechenzentrums mit 1 GW Leistung erfordert in der Regel Investitionen von rund 70 Billionen Won. Neben eigenen Investitionen wird SK Telecom die Finanzierung auch durch strategische Partnerinvestitionen, langfristige Kundenverträge und Projektfinanzierungen sicherstellen. Die verschiedenen Tochtergesellschaften der SK Group verfügen bereits über die für die KI-Rechenzentrumsinfrastruktur erforderlichen Kernkompetenzen. Bei diesem Bauprojekt werden diese Unternehmen die gruppenweiten Full-Stack-KI-Infrastrukturfähigkeiten bündeln und einbringen.

SK Telecom CEO Jeong Jae-heon.

SK Telecom wird die zentrale koordinierende Rolle bei Design, Bau und Betrieb der KI-Rechenzentren übernehmen und die Zusammenarbeit mit globalen Technologiekonzernen wie NVIDIA und Amazon Web Services fortsetzen. Derzeit wird in Ulsan gemeinsam mit Amazon Web Services ein hyperskalierbares KI-Rechenzentrum gebaut, dessen Inbetriebnahme für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant ist. An diesem Standort werden derzeit Kühl- und Stromversorgungssysteme errichtet, die für KI-Rechenzentren optimiert sind. Auf dem SK AI Summit 2025 im November letzten Jahres stellte SK Telecom CEO Jeong Jae-heon den Fahrplan für den Aufbau der KI-Infrastruktur vor. Kürzlich gab das Unternehmen gemeinsam mit NVIDIA den Betriebsplan für eine KI-Fabrik bekannt, die als das nächste Generation von KI-Rechenzentren gilt. Diese Fabrik soll ab 2027 in Betrieb gehen und schrittweise auf GW-Maßstab erweitert werden.

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