de.wedoany.com-Bericht: Ford testet derzeit einen kompakten Elektro-Pickup mit einem Einstiegspreis von rund 30.000 US-Dollar auf der Straße, der im nächsten Jahr vorgestellt werden soll. Aktuelle Erlkönigfotos zeigen das Prototypenfahrzeug neben Fords voluminösem SUV Expedition Max und verdeutlichen so dessen geringe Größe – die Dachlinie reicht kaum über die Schulterlinie des Expedition hinaus.
Der Expedition Max ist 5.636 mm (221,9 Zoll) lang und 1.981 mm (78 Zoll) hoch. Im Vergleich dazu wirkt der Elektro-Pickup fast wie eine Limousine mit einem zusätzlichen Laderaum am Heck. Die niedrige Dachlinie ist das Ergebnis strenger Kostenkontrolle. Fords Designer konzentrierten sich auf aerodynamische Effizienz, um jede mögliche Reichweitenmeile zu maximieren und so kleinere, leichtere Batterien verwenden zu können. In einem frühen Video demonstrierte das Unternehmen die Berechnung: Jeder Millimeter (0,04 Zoll) zusätzlicher Dachhöhe erhöht die Batteriekosten um 1,30 US-Dollar oder verringert die Reichweite um 0,055 Meilen.

Neben dem niedrigen Dach verfügt das Fahrzeug über eine stark geneigte Frontscheibe, kleinere Außenspiegel, Michelin E Primacy-Reifen mit geringem Rollwiderstand, einen integrierten Dachspoiler und 19-Zoll-X-förmige aerodynamische Radabdeckungen. Ford gibt an, dass diese Maßnahmen die Aerodynamik des gesamten Fahrzeugs um 15 % verbessern im Vergleich zu „jedem anderen Pickup auf dem heutigen Markt", einschließlich des ähnlich großen Maverick. Die Serienversion wird voraussichtlich eine noch niedrigere und rundlichere Frontpartie aufweisen als der aktuelle Prototyp, dessen vorderer Bereich derzeit durch große Tarnabdeckungen verdeckt wird. Die tief hängenden Scheinwerfer deuten möglicherweise auf eine Designsprache hin, die an Fords zweite F-Serie-Generation aus den 1950er Jahren erinnert.
Die Erlkönigfotos zeigen auch das Cockpit: Ein großer, freistehender Infotainment-Bildschirm dominiert die Mitte des Armaturenbretts. Zudem ist ein neues Tarnmuster zu erkennen, das mit Grafiken von Hunden, Segelbooten, Fußbällen, Herzen, Blumen und Motorrädern übersät ist.

In Bezug auf das Fahrgestell basiert der Pickup auf Fords neuer universeller Elektroplattform (Universal EV platform), die von einem speziellen, geheimen Entwicklungsteam im Unternehmen entwickelt wurde. Die Architektur verwendet große Aluminium-Druckgussteile, die im Vergleich zur Konkurrenz eine Gewichtsreduzierung von 27 %, eine Verringerung der Teileanzahl um 20 %, eine Reduzierung der Befestigungselemente um 25 % und eine Einsparung von 40 % der Fertigungsstationen ermöglichen. Die Plattform nutzt zudem ein vereinfachtes 48-Volt-Niederspannungssystem, dessen Kabelbaum 1.219 Meter (4.000 Fuß) kürzer und 10 Kilogramm (22 Pfund) leichter ist als der von Fords erster Elektrofahrzeug-Generation.
Ford hat noch keine genauen Angaben zu den Elektromotoren oder dem Akkupack gemacht, es ist jedoch bekannt, dass der Pickup kostengünstige Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) verwenden wird. Dies ist ein entscheidender Faktor, um den Einstiegspreis bei rund 30.000 US-Dollar zu halten.
Da die Markteinführung im Jahr 2027 näher rückt, werden in den kommenden Monaten voraussichtlich weitere Details zu diesem kompakten Elektro-Pickup bekannt gegeben.










