de.wedoany.com-Bericht: Mit dem neuesten Update hat der Brave-Browser eine Container-Funktion nativ integriert, die es Nutzern ermöglicht, mehrere Konten oder Aktivitäten in verschiedenen Tabs zu isolieren. Diese Funktion zielt darauf ab, die Verwaltung mehrerer Konten zu vereinfachen und die umständlichen Schritte des wiederholten Aus- und Einloggens, Erstellens neuer Profile oder der Nutzung von Privatfenstern zu vermeiden.

Jeder Container verfügt über eigene Cookies und Speicherplatz, die nicht mit anderen Containern geteilt werden können – selbst beim Besuch derselben Adresse. Um Container zu aktivieren, müssen Nutzer in die Brave-Einstellungen gehen, auf „Enable Containers“ klicken, dann mit der rechten Maustaste auf einen Tab klicken und „Open in container“ auswählen. Anschließend kann einer der vier standardmäßig bereitgestellten Container (Persönlich, Arbeit, Sozial, Schule) ausgewählt oder weitere Kategorien individuell hinzugefügt werden. Tabs aus verschiedenen Containern können nebeneinander oder in verschiedenen Fenstern angezeigt werden.
Brave nennt mehrere praktische Anwendungsszenarien: Marketingfachleute können gleichzeitig zwei verschiedene Konten desselben sozialen Netzwerks nutzen; Entwickler können in einem Tab als Administrator und in einem anderen als Standardbenutzer eine App testen; Mitarbeiter, die bei Google angemeldet sind, können YouTube in einem separaten Container öffnen, um zu vermeiden, dass der Wiedergabeverlauf mit dem Arbeitskonto verknüpft wird.
Brave weist jedoch darauf hin, dass diese Funktion eher ein praktisches Werkzeug als ein Fortschritt im Bereich Datenschutz ist. Der Browser bietet bereits durch Speicherpartitionierung Schutz vor Cross-Site-Tracking; Container dienen hauptsächlich dazu, mehrere Identitäten auf derselben Website darzustellen und verschiedene Arbeitsabläufe zu organisieren. Im Vergleich zur Erstellung neuer Profile ersparen Container das erneute Einrichten von Lesezeichen, Erweiterungen und ähnlichen Vorgängen. Diese Idee stammt ursprünglich von Mozilla, als Browser es Websites erlaubten, Daten über Drittanbieter-Cookies zu teilen. Auch Firefox plant, die Container-Funktion nativ in seinen Browser zu integrieren, nachdem sie zuvor über die Multi-Account-Containers-Erweiterung bereitgestellt wurde. Derzeit ist die Container-Funktion von Brave auf allen drei Desktop-Plattformen verfügbar, die Bereitstellung erfolgt in den nächsten Tagen schrittweise.










