de.wedoany.com-Bericht: Das US-Finanzministerium verhängte im Juni 2026 neue Sanktionen gegen Russland. Der weltweit zweitgrößte Aluminiumproduzent, United Company Rusal International PJSC (kurz „Rusal“), wurde in die Sanktionszielliste aufgenommen. Infolgedessen haben mehrere internationale Unternehmen ihre Verträge mit Rusal gekündigt, und die globale Aluminium-Lieferkette steht vor erheblicher Unsicherheit.
Diese Sanktionsrunde der USA zielt darauf ab, die Einnahmen Russlands aus Metallexporten weiter einzuschränken. Rusal, einer der größten Aluminiumproduzenten der Welt, macht etwa 6 % des globalen Aluminiumangebots aus. Nach Bekanntgabe der Sanktionen stiegen die Aluminiumpreise an der London Metal Exchange (LME) sofort an, und die Marktsorgen über Angebotsengpässe verschärften sich. Bereits 2018 hatten die USA Sanktionen gegen Rusal verhängt, die jedoch aufgrund der globalen Lieferkettenstörungen noch im selben Jahr aufgehoben wurden. Es wird erwartet, dass diese Sanktionen weitreichendere Auswirkungen haben werden.
Derzeit haben mehrere Unternehmen auf die Sanktionen reagiert. Die Reederei Maersk kündigte ihre Verträge mit Rusal; der Bergbaukonzern Rio Tinto erklärte, er werde sich auf höhere Gewalt berufen und Teile seiner Lieferverträge mit Rusal kündigen; auch die norwegische Reederei Torvald Klaveness gab an, dass sich der Markt bereits deutlich verändert habe. Schifffahrtsanalysten wiesen darauf hin, dass sich die durch die Sanktionen verursachte Unsicherheit auf den gesamten Trockenmassengutmarkt ausbreite. Als Reaktion darauf hat Rusal begonnen, mit chinesischen Unternehmen und Händlern Kontakt aufzunehmen, um Ersatzmärkte zu erschließen. Analysten gehen davon aus, dass China zum Hauptabnehmer von Rusal-Metall werden könnte, doch chinesische Beamte zeigen sich hinsichtlich des Risikos von Sanktionsverstößen vorsichtig.
Rusal spielt eine Schlüsselrolle in der globalen Lieferkette, nicht nur bei der Primäraluminiumproduktion, sondern auch tief in den globalen Handelsnetzwerken für Rohstoffe wie Bauxit und Aluminiumoxid. Diese Sanktionen könnten kettenartige Auswirkungen auf die globale Aluminiumindustrie haben, von Guinea und Jamaika bis nach Frankreich und Irland.










