Kroatisches Unternehmen Comping emittiert Mini-Bond über 5 Millionen Euro zur Wachstumsbeschleunigung
2026-07-07 08:49
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de.wedoany.com-Bericht: Die Comping GmbH emittiert einen Mini-Bond über 5 Millionen Euro, um ihr Wachstum zu beschleunigen und internationale Märkte zu erschließen. Die Anleihe wird von der langjährigen Partnerbank Erste Bank arrangiert, hat einen festen Zinssatz und ist nicht an Marktparameter wie den Euribor gebunden, was dem Unternehmen Planungssicherheit für drei Jahre bietet.

Comping, das seit vier Jahrzehnten im ICT-Markt tätig ist, hat kürzlich die Emission des Mini-Bonds gestartet. Der CEO des Unternehmens, Alojzije Jukić, erklärte gegenüber ICTbusiness Media – ICTbusiness.info, dass dieser Schritt nicht aus finanziellen Stabilitätsgründen erfolge, sondern um Wachstumschancen in Kroatien und auf Auslandsmärkten zu nutzen. Bei der Erläuterung des Zeitpunkts der Finanzierung wies Jukić darauf hin, dass in der aktuellen Marktumgebung mit häufigen Unterbrechungen der Lieferketten und Preisschwankungen flexible finanzielle Reserven äußerst wichtig seien. Die Festzinsanleihe biete klare Erwartungen für die nächsten drei Jahre und erhöhe die Flexibilität im Geschäftsmanagement erheblich.

Die eingeworbenen Mittel werden vorrangig für die Entwicklung eigener Produkte und Lösungen, die Stärkung der internationalen Geschäftsaktivitäten und den Ausbau von Partnern und Kunden außerhalb Kroatiens verwendet. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Versorgungswirtschaft, Energie, Netzwerkdigitalisierung, intelligentes Messwesen, Datenanalyse, Dashboards sowie Lösungen im Zusammenhang mit der Modernisierung von Energiesystemen. Jukić betonte, dass die Einstellung neuer Mitarbeiter nicht aggressiv erfolgen werde, sondern selektiv anhand konkreter Projektanforderungen, Produktivitätskennzahlen und der Kapitalrendite.

Comping hat sich ein Umsatzziel gesetzt: Bis Ende 2028 soll ein Jahresumsatz von rund 50 Millionen Euro erreicht und stabilisiert werden. Im Jahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von etwa 42 Millionen Euro. Der Erfolg dieses finanziellen Durchbruchs wird vor allem an der Steigerung der Rentabilität, der Stärkung des Portfolios eigener Lösungen, dem Exportwachstum und dem steigenden Anteil von Produkten mit hoher Wertschöpfung am Gesamtgeschäft gemessen. Aus einer übergeordneten strategischen Perspektive wird Comping weiterhin als multidisziplinäres ICT-Unternehmen positioniert sein, sich jedoch stärker auf eigene spezialisierte Lösungen, Daten- und Analyseplattformen, Cloud-Infrastruktur sowie Rechenzentrumsdienste konzentrieren.

Hinsichtlich der konkreten Mittelverwendung erwähnte Jukić, dass einer der Schlüsselbereiche die Entwicklung eigener Produkte und Lösungen sei. Das Unternehmen habe bereits andere Finanzierungsquellen beantragt und an IRI-Ausschreibungen teilgenommen; die Bewilligungsbescheide für die erhaltenen Mittel seien bestätigt. Er erwarte, dass in Kürze ein Projekt zur Entwicklung neuer Lösungen im Energiebereich offiziell unterzeichnet werde, das darauf abziele, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auf internationalen Märkten zu festigen. Parallel dazu treibe das Unternehmen seine Internationalisierungsaktivitäten voran, habe 2025 die Teilnahme an internationalen Messen verstärkt und werde diesen Schritt 2026 weiter ausbauen. Zudem werde die Zusammenarbeit mit kompatiblen Partnern auf Auslandsmärkten ausgebaut und die direkte Kommunikation mit potenziellen Kunden intensiviert. In Bezug auf die Kunden liegt der primäre Fokus auf der Versorgungs- und Energiebranche, insbesondere auf Mittel- und Niederspannungsnetzen, der Überwachung des Betriebs von Umspannwerken, intelligentem Messwesen, Berichtssystemen, Dashboards, der Abrechnungsvorbereitung und der Digitalisierung von Energiesystemen.

Bei der Erfolgsmessung wies Jukić darauf hin, dass der Erfolg der Mini-Bond-Emission anhand klarer geschäftlicher und finanzieller Kennzahlen gemessen werde. Das Hauptziel sei nicht das Halten von Mitteln, sondern deren aktive Nutzung zur Beschleunigung des Wachstums, zur Stärkung des Portfolios eigener Lösungen und zur Erschließung internationaler Märkte. Die wichtigsten Leistungsindikatoren seien das Gewinnwachstum, insbesondere die Steigerung des EBIT. Das Unternehmen strebe an, mit diesen 5 Millionen Euro innerhalb von drei Jahren ein EBIT-Wachstum von mindestens 2,5 Millionen Euro zu erzielen. Neben finanziellen Kennzahlen achte das Unternehmen auch auf Umsatzwachstum, eine Steigerung des Exportanteils und die Stärkung eigener Lösungen im Gesamtgeschäft. Die Wachstumspläne von Comping bis 2029 existierten bereits, seien teilweise mit dieser Finanzierung verbunden, aber nicht vollständig davon abhängig.

Zum Einstieg in den Kapitalmarkt erklärte Jukić, dies sei der Beginn einer strukturierteren Öffnung des Unternehmens gegenüber dem Kapitalmarkt. Das Unternehmen werde die Wirkung dieser Anleihe kontinuierlich verfolgen und bereits ab dem ersten Jahr bewerten. Falls sich dieses Modell als bedarfsgerecht erweise, werde eine Fortsetzung in Betracht gezogen, möglicherweise durch neue Emissionen oder unterschiedliche Instrumentenstrukturen. Dies schließe andere verfügbare Finanzierungsformen nicht aus.

Hinsichtlich der strategischen Ausrichtung werde Comping weiterhin als multidisziplinäres ICT-Unternehmen agieren, sich jedoch zunehmend auf die Entwicklung eigener Lösungen konzentrieren. Ein besonderer Schwerpunkt liege auf Daten- und Analyselösungen, die mit den Plattformen bestehender strategischer Technologiepartner kombiniert werden, sowie auf Lösungen in den Bereichen Cloud-Infrastruktur und Rechenzentrumsdienste. Jukić erklärte, das Ziel des Unternehmens sei nicht, durch massive Expansion von einem lokalen zu einem regionalen oder globalen Akteur zu werden, sondern in klar definierten Bereichen eine spezialisierte technologische Position aufzubauen und selektiv in Märkte zu expandieren, in denen durch Partnerschaften und spezifische technologische Lösungen ein echter Mehrwert geschaffen werden könne. Das Mitarbeiterwachstum werde kontrolliert und proportional zum Geschäftswachstum erfolgen, mit Fokus auf spezialisierte Fachkräfte und die Steigerung der Gesamteffizienz der Organisation. Was die Risiken betreffe, biete die vierzigjährige Marktpräsenz des Unternehmens sowie seine Fähigkeit, sich an technologische Veränderungen anzupassen, eine stabile Grundlage für das Risikomanagement.

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