de.wedoany.com-Bericht: Das schwedische Raumfahrtunternehmen AAC Clyde Space hat von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) einen Auftrag im Wert von 2 Millionen Euro (etwa 22,1 Millionen SEK) erhalten, um ein flugzeuggestütztes Mikrowellenradiometer zu entwickeln und im Flug zu validieren, das künftigen Satelliten-Höhenmessungsmissionen dienen soll. Die Projektlaufzeit beträgt 24 Monate, die Einnahmen werden während der Projektdurchführung verbucht.

Die AAC Clyde Space-Tochtergesellschaft AAC Omnisys fungiert als Hauptauftragnehmer. Das auf die Entwicklung von Mikrowelleninstrumenten spezialisierte Unternehmen ist für die Instrumentenentwicklung, Systemintegration und die Auslieferung des kompletten Instrumentsystems verantwortlich. Das Projekt wird mit internationalen Partnern durchgeführt, darunter der National Research Council of Canada, die McGill University und die Universität Bern.
Satelliten-Höhenmessung ist ein Mittel zur Messung des Meeresspiegels und der Meereszustände und von großer Bedeutung für die Klimaüberwachung und operationelle Dienste. Das Projekt baut auf der bestehenden technologischen Basis von AAC Clyde Space im Bereich der Mikrowellenradiometrie auf. Das Unternehmen hat kürzlich einen wichtigen Auftrag zur Lieferung eines Radiometers für den nächsten europäischen EPS-Sterna-Wettersatelliten erhalten, dessen Technologie bereits im Orbit validiert wurde. Dieses flugzeuggestützte Projekt zeigt, dass dieselbe Technologie gleichzeitig die Wetterbeobachtung und die Meeresbeobachtung unterstützen kann, wodurch der Anwendungsbereich auf breitere Erdbeobachtungsmissionen ausgeweitet wird.
Luis Gomes, CEO von AAC Clyde Space, erklärte, das Unternehmen habe sich durch frühere Missionen und bedeutende Programme eine solide Position im Bereich der Mikrowellenradiometrie aufgebaut. Dieses Projekt zeige, wie dieselbe Technologie in neuen Szenarien eingesetzt werden könne und das anhaltende Wachstum des Unternehmens unterstütze.
Bei der Messung der Meeresoberflächenhöhe durch Satelliten stört die Atmosphäre und verringert die Messgenauigkeit. Flugzeuggestützte Radiometer messen die Helligkeitstemperatur an der Oberseite der Atmosphäre und tragen so dazu bei, atmosphärische Einflüsse zu eliminieren und die Datenzuverlässigkeit zu erhöhen. Diese Methode kann die Genauigkeit von Höhenmessungen des Meeresspiegels und der Meereszustände verbessern, insbesondere in Küstennähe. Dieses flugzeuggestützte Projekt ist ein von der ESA finanziertes Entwicklungsprojekt, das darauf abzielt, die Messfähigkeiten von nieder- und hochfrequenten flugzeuggestützten Mikrowellenradiometern zu entwerfen und im Flug zu validieren, um durch die Verbesserung der Genauigkeit von Meeresspiegel- und Meeresmessungen künftige Satelliten-Höhenmessungsmissionen zu unterstützen.










