Airbus und MTU Aero Engines planen ab 2027 ein Joint Venture für Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antriebe
2026-07-08 11:45
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de.wedoany.com-Bericht: Airbus und MTU Aero Engines werden ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, um Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antriebe zu entwickeln und zu vermarkten. Die beiden Unternehmen haben auf Grundlage der auf der Paris Air Show im letzten Jahr unterzeichneten Absichtserklärung eine aktualisierte, unverbindliche Vereinbarung getroffen. Das noch unbenannte Joint Venture soll voraussichtlich 2027 seinen Betrieb aufnehmen, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung. Die beiden Partner erklärten, dass dies die technische Entwicklung, das Design, die Erprobung und die Zertifizierung des Systems beschleunigen werde.

Bruno Fichefeux, Leiter der Zukunftsprojekte bei Airbus, erklärte, das geplante Joint Venture sei der logische nächste Schritt der gemeinsamen Vision beider Unternehmen für wasserstoffbasierte Antriebskonzepte in der Luftfahrt. Die Bündelung der Ressourcen und des Fachwissens beider Unternehmen werde einen europäischen Giganten hervorbringen, der in der Lage sei, fortschrittliche Forschung in industrialisierte, zertifizierbare elektrische Antriebssysteme umzuwandeln. Beide Unternehmen verfügen über bestehende Forschungsprojekte, die sich auf Wasserstoff-Antriebssysteme konzentrieren.

Airbus hatte seine Bemühungen Anfang 2025 verlangsamt, aber die Forschungs- und Technologieaktivitäten zu Brennstoffzellenantrieben im Rahmen seines ZEROe-Projekts werden fortgesetzt. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines Flugzeugs, das von vier 2,4-MW-Elektromotoren angetrieben wird und 100 Passagiere über eine Reichweite von 1.000 Seemeilen (1.850 Kilometer) befördern kann. Anfang 2026 gab Airbus bekannt, dass die Machbarkeit des Konzepts bestätigt wurde und dass später im Jahr 2026 ein integrierter 1-MW-Antriebsstrang getestet werden soll, der kleiner und kompakter ist als die frühere 1,2-MW-Version, die 2023 getestet wurde. Airbus hat außerdem mit ElringKlinger ein bestehendes Joint Venture, AeroStack, gegründet, das luftfahrttaugliche Brennstoffzellen entwickelt.

MTU treibt zwei parallele Brennstoffzellen-Antriebsprojekte voran. Im Rahmen seines eigenfinanzierten Programms „Fliegende Brennstoffzelle" entwickelt der deutsche Triebwerksspezialist einen 600-kW-Antriebsstrang, der einen Elektromotor umfasst. Gleichzeitig leitet MTU im Rahmen des von der EU-Initiative Clean Aviation finanzierten HEROPS-Projekts ein Konsortium, das einen 1,2-MW-Brennstoffzellen-Antriebsstrang als Bodendemonstrator liefern soll. MTU besitzt zudem den Elektromotorenhersteller eMoSys, der ebenfalls zu den gemeinsamen Arbeiten beitragen könnte.

In einem Interview mit FlightGlobal im April dieses Jahres erklärte Dr. Hauke Ludders, Leiter des Brennstoffzellen-Antriebssystems des ZEROe-Projekts, dass beide Seiten beabsichtigen, einen gemeinsamen Vorschlag für einen Brennstoffzellenantrieb als Reaktion auf die jüngste Ausschreibung von Clean Aviation einzureichen. Clean Aviation hat in seiner vierten Ausschreibung insgesamt 101 Millionen Euro für wasserstoffbezogene Projekte zugesagt, darunter die Demonstration fortschrittlicher (Brennstoffzellen-)Antriebsmodultechnologien. Die Einreichungsfrist für Vorschläge endete Mitte Mai, und die ausgewählten Projekte sollen Anfang 2027 starten.

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