Panamakanal erhält Angebote für zwei Hafenprojekte, Investitionsvolumen rund 2,6 Milliarden US-Dollar
2026-07-09 09:23
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de.wedoany.com-Bericht: Unternehmen, die Interesse an der Errichtung von zwei Häfen am Panama-Kanal (Canal de Panamá) haben, reichten am 9. Juli die im Ausschreibungsverfahren geforderten rechtlichen, finanziellen und technischen Unterlagen ein. Diese Dokumente dienen der Auswahl qualifizierter Unternehmen, um das Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund 2,6 Milliarden US-Dollar voranzutreiben.

Der panamaische Minister für Kanalangelegenheiten, José Ramón Icaza, erklärte, dass das Ausschreibungsverfahren für die Häfen am 30. Januar dieses Jahres gestartet wurde. An diesem Tag wurden die Präqualifikationsunterlagen für den Bau der Häfen in Corozal auf der Pazifikseite und in Telfels auf der Atlantikseite veröffentlicht. Die Ausschreibung der Häfen erfolgt getrennt; diese Regelung wurde der Branche bereits am 27. Oktober bei der Projektvorstellung sowie in Einzelgesprächen mit interessierten Parteien mitgeteilt.

Derzeit ist noch unklar, wie lange das technische Bewertungskomitee benötigt, um die Unternehmen auszuwählen, die in die nächste Runde einziehen und Angebote abgeben können. Allerdings hatten Kanalbeamte im vergangenen Oktober erklärt, dass die Konzessionsverträge für die Häfen voraussichtlich im Jahr 2026 vergeben werden, um einen Betriebsbeginn im Jahr 2029 zu ermöglichen.

Die Kanalbehörde hat bereits Einzelgespräche mit Vertretern folgender Unternehmen zu den Hafenprojekten geführt: APM Terminals (Niederlande), Cosco Shipping Ports (China), CMA Terminals (Frankreich), DP World (Vereinigte Arabische Emirate), Hanseatic Global Terminals (Niederlande), MOL (Japan), PSA International (Singapur), SSA Marine–Grupo Carrix (USA), Terminal Investment Limited (Schweiz), ONE (Japan) und Evergreen (Taiwan).

Das Projekt umfasst die Entwicklung von zwei Container-Umschlagterminals, die darauf abzielen, die nationale Umschlagkapazität um zusätzlich 5 bis 6 Millionen TEU pro Jahr zu erhöhen. Drei bis fünf Prozent des globalen Handelsvolumens werden über diesen Kanal abgewickelt. Der Panamakanal ist eine autonome staatliche Einrichtung mit einem eigenen Verfassungskapitel, die nun in den Hafenbereich einsteigt. Die fünf bestehenden Terminals entlang der Wasserstraße sind derzeit Konzessionsprojekte, die von der panamaischen Seebehörde (Autoridad Marítima de Panamá, AMP) verwaltet werden.

Ähnlich wie beim mindestens 4 Milliarden US-Dollar teuren Gaspipeline-Projekt wurden auch die Ausschreibungsbedingungen für die Häfen überarbeitet. Diese Überarbeitungen erfolgten nach Konsultationen und Kommentaren interessierter Unternehmen. Dies führte zu einer Verlängerung der Präqualifikationsfrist, sodass die Nachweise für das Hafenprojekt bis zum 9. Juli und die Unterlagen für das Pipeline-Projekt bis zum 23. Juli eingereicht werden müssen.

Nach der Veröffentlichung der Liste der qualifizierten Unternehmen wird die Kanalbehörde im Rahmen des Verfahrens weiterhin den Dialog mit der Branche führen, um die Projektdefinition, das Konzessionsmodell und den Konzessionsvertrag für die Pipeline (hier: Flüssiggas LPG) voranzutreiben.

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