Britischer Leichtstahlrahmenverband veröffentlicht Leitfaden für Netto-Null im Leichtstahlrahmenbau
2026-07-09 10:41
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de.wedoany.com-Bericht: Der britische Light Steel Frame Association (LSFA) hat ein neues Leitdokument mit dem Titel „Der kosteneffiziente Weg zu Netto-Null“ veröffentlicht. Der Leitfaden untersucht, wie Leichtstahlrahmengebäude die Branche bei der Erreichung der Netto-Null-Ziele unterstützen können – durch Kohlenstoffreduzierung über den gesamten Lebenszyklus, Prinzipien des kreislauforientierten Bauens und Fortschritte in der kohlenstoffarmen Stahlproduktion – und betont gleichzeitig, dass Netto-Null niemals auf Kosten der Gebäudesicherheit erreicht werden darf.

LSFA

Der LSFA weist darauf hin, dass der Leitfaden Projektteams praktische Anleitungen bietet, um leistungsstarke, zukunftsfähige Gebäude zu liefern, während die wirtschaftliche Tragfähigkeit erhalten bleibt. Das Dokument unterstreicht die Bedeutung der Berücksichtigung von Kohlenstoffemissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes – von der Materialgewinnung über die Herstellung, den Bau, die Nutzung und die Sanierung bis hin zum endgültigen Rückbau. Der Leitfaden hebt zudem hervor, dass nicht brennbare strukturelle Lösungen angesichts sich ständig weiterentwickelnder Vorschriften immer wichtiger werden und der Weg zu Netto-Null die Gebäudesicherheit voraussetzen muss.

Der LSFA erklärt, dass Stahl unbegrenzt wiederverwendet oder recycelt werden kann, ohne seine strukturellen Eigenschaften zu verlieren. Aktuelle Leichtstahlrahmen-Systeme enthalten bereits 60 bis 90 Prozent recycelten Stahl, und die Stahlindustrie beschleunigt den Übergang zu kohlenstoffarmen Technologien durch den Einsatz von mit erneuerbarer Energie betriebenen Lichtbogenöfen (Electric Arc Furnace, EAF). Der Verband erwähnt, dass der neu gebaute Lichtbogenofen in Port Talbot voraussichtlich bis zu 90 Prozent der CO₂-Emissionen vor Ort reduzieren wird; die Produktion soll etwa im Jahr 2027 beginnen.

Ben Towe, Vorsitzender des LSFA, erklärte, dass der Leitfaden darauf abzielt, Baufachleuten das nötige Wissen und Vertrauen zu vermitteln, um Leichtstahlrahmen-Systeme als vertrauenswürdige Netto-Null-Lösung zu spezifizieren – und zu beweisen, dass leistungsstarke Gebäude ohne signifikante Kostenaufschläge realisiert werden können. Er betonte, dass eine frühzeitige Zusammenarbeit mit spezialisierten Teams die Projektergebnisse verändern und einen nachhaltigeren, sichereren und kosteneffizienteren Weg zu Netto-Null eröffnen kann. Towe fügte hinzu, dass die Bauindustrie vor enormen Herausforderungen stehe: Sie müsse den grauen Kohlenstoff reduzieren, die Betriebsleistung verbessern, die Gebäudelebensdauer verlängern und die Prinzipien des kreislauforientierten Bauens übernehmen – und gleichzeitig sichere, qualitativ hochwertige und wirtschaftlich tragfähige Gebäude liefern. Er betonte, dass die Diskussion über Netto-Null nicht allein auf den Betriebsenergieverbrauch fokussiert sein dürfe; der Kohlenstoff über den gesamten Lebenszyklus müsse im Mittelpunkt der Entwurfsentscheidungen stehen. Leichtstahlrahmen-Systeme könnten bereits in frühen Projektphasen Vorteile in Bezug auf Kohlenstoff, Bauzeit und Kosten freisetzen.

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