de.wedoany.com-Bericht: Das Quantum Software Lab der Universität Edinburgh hat eine Förderung in Höhe von 6,2 Millionen Pfund erhalten, um ein Projekt mit dem Titel „Netzwerksicherheit in einer Quantenzukunft" (Network Security in a Quantum Future) durchzuführen. Ziel ist es, die zunehmenden Bedrohungen der Cybersicherheit im britischen Energiesektor durch die steigende Leistungsfähigkeit von Quantencomputern zu bewältigen. Im Rahmen des Projekts wird ein Open-Source-Tool namens Quantum Threat Tracker entwickelt, das abschätzen soll, wann bestehende Energiesysteme möglicherweise von Quantenangriffen betroffen sein könnten, und so einen Wandel von reaktiven zu proaktiven Cybersicherheitsmaßnahmen vorantreiben.
Scottish Power Energy Networks und National Gas haben sich der Universität angeschlossen, um sich gemeinsam auf diese neuen Risiken vorzubereiten. Dr. Petros Wallden, stellvertretender Forschungsleiter des Quantum Software Lab, erklärte, dass das Projekt Fachwissen aus den Bereichen Quantencomputing, Unsicherheitsquantifizierung und Energiesysteme bündeln werde, um evidenzbasierte Werkzeuge bereitzustellen, die einen sicheren und kosteneffizienten Übergang in eine Post-Quanten-Zukunft unterstützen.
Während heutige Computer Millionen von Jahren benötigen, um bestimmte komplexe Passwörter zu knacken, könnte Quantencomputing diese Zeit drastisch verkürzen, was erhebliche Risiken für die Cybersicherheit mit sich bringt und proaktive Gegenmaßnahmen erfordert. Das Projekt hat die Phase der theoretischen Risikobewertung bereits hinter sich gelassen und befindet sich nun in der Entwicklung praktischer Werkzeuge für Energieunternehmen. Ergänzend zum Quantum Threat Tracker wird ein Quantum-Aware Risk Management Tool entwickelt, das die strategische Planung für die Einführung quantensicherer Technologien in einer Vielzahl von Energieanlagen unterstützen und künftige Schutzmaßnahmen priorisieren soll.
Diese Werkzeuge bauen auf früheren Forschungsarbeiten auf, die bereits spezifische Schwachstellen in der Energieinfrastruktur identifiziert und erste Abhilfestrategien festgelegt haben. Professor Chris Dent wies darauf hin, dass die Untersuchung der Auswirkungen technologischer Prognoseunsicherheiten neben der Bedeutung der Aufrechterhaltung der Cybersicherheit von Energiesystemen in einer Post-Quanten-Welt eine anspruchsvolle technische Aufgabe sei, von der er überzeugt sei, dass sie gemeinsam mit den anderen Projektpartnern bewältigt werden könne.










