de.wedoany.com-Bericht: Der französische Telekommunikationsbetreiber Orange plant, durch den Verkauf von Anteilen an seinen Rechenzentren in Frankreich an Investoren Hunderte Millionen Euro einzunehmen, um seine Investitionen im Bereich Künstliche Intelligenz zu beschleunigen.
Orange hatte diesen Prozess der Kapitalöffnung Ende 2024 eingeleitet. Die Auswahl der Investoren befindet sich nun in der Endphase. Drei auf Infrastruktur spezialisierte Fonds stehen noch auf der Kandidatenliste: Vauban Infrastructure Partners, Macquarie und Morrison. Der neuseeländische Fonds Morrison liegt derzeit vorn, der Abschluss der Transaktion könnte innerhalb weniger Wochen erfolgen. Der ausgewählte Investor wird Minderheitsanteile an vier Rechenzentren von Orange in Frankreich erwerben, wobei der Anteil zwischen 40 % und 49 % liegt. Der Verkauf soll Orange Einnahmen in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro bringen. Die Mittel werden hauptsächlich in die KI-Strategie fließen, die ein Kernbestandteil des zu Jahresbeginn vorgestellten Plans „Trust the Future“ ist.
Dieser Schritt setzt einen Trend fort, der auch bei anderen Betreibern der Telekommunikationsbranche zu beobachten ist. Im Jahr 2023 verkaufte SFR 70 % seiner Anteile an der Rechenzentrumstochter UltraEdge an den Fonds Morgan Stanley Infrastructure Partners. Im selben Jahr öffnete Iliad, die Muttergesellschaft von Free, 49 % ihrer Anteile an der Tochtergesellschaft OpCore, um die Expansion zu finanzieren und Schulden abzubauen. Orange hatte Ende 2024 die Investmentbank Evercore mit der Prüfung dieser Kapitalöffnung beauftragt. Orange wollte sich zu dieser Meldung nicht äußern.










