de.wedoany.com-Bericht: Mitsubishi Heavy Industries (MHI) hat im Fujitsu AKASHI Data Center erfolgreich eine Optimierungstechnologie für Kühlsysteme demonstriert, die den Kühlenergieverbrauch bei gleichbleibend stabilem Betrieb um 2,3 % senkt. Durch die ganzheitliche Steuerung gemeinsam genutzter Kühlgeräte unter der Infrastruktur mehrerer Hersteller sowie der Luftbehandlungseinheiten in den Serverräumen wurde die Machbarkeit eines systemweiten Energieeinsparungspfads nachgewiesen.
Während herkömmliche Kühloptimierungen in der Regel nur auf einzelne Geräte abzielen, wurde bei dieser Demonstration eine herstellerunabhängige, systemweite Gesamtsteuerungsstrategie angewendet. Das Forschungsteam stellte fest, dass die Temperaturverteilung in den Serverräumen ein entscheidender Engpass für die Energieeffizienz ist. Durch die simulationsgestützte Optimierung des Betriebs der Klimageräte zur Neuausrichtung des Luftstroms verbesserte sich die Temperaturverteilung um 2 Grad Celsius. Auf dieser Grundlage wurde der Betriebspunkt der gemeinsam genutzten Kühlinfrastruktur angepasst und das Kühlwasser auf einer geeigneten Temperatur gehalten, wodurch der Energieverbrauch des gesamten Kühlsystems um 2,3 % sank. Gleichzeitig stieg die Leistungszahl (COP) der zentrifugalen Kältemaschinen um mehr als 1,2 Punkte.

Die Demonstration wurde nur in einem Teil der Serverräume des Rechenzentrums durchgeführt. Mitsubishi Heavy Industries schätzt, dass bei einer Ausweitung des Konzepts auf alle Serverräume die Energieeinsparung des Kühlsystems 7,6 % erreichen würde, was die gesamte Stromnutzungseffizienz (PUE) deutlich verbessern würde. Der PUE ist eine zentrale Kennzahl zur Messung der Stromnutzungseffizienz von Rechenzentren; je näher der Wert an 1,0 liegt, desto höher ist die Effizienz.
Shoji Yamasaki, General Manager der Abteilung für Rechenzentren und Energiemanagement bei Mitsubishi Heavy Industries, erklärte, dass der Betrieb von Rechenzentren die Nutzung vorhandener Geräte bei gleichzeitiger Steigerung der Energieeffizienz erfordere. Diese Demonstration belege, dass eine systemweite Kühloptimierung – insbesondere in einer Umgebung mit mehreren Herstellern – unter realen Betriebsbedingungen quantifizierbare Energieeinsparungen erzielen könne.

Mitsubishi Heavy Industries weist darauf hin, dass die weltweite Nachfrage nach Rechenzentren rasant steigt und allein die Kühlsysteme mehr als 60 % des nicht-IT-bezogenen Stromverbrauchs ausmachen (Datenquelle: Internationale Energieagentur IEA). Bestehende Anlagen priorisieren oft die Betriebsstabilität, sodass eine Verbesserung der Energieeffizienz nur schwer zu erreichen ist. Mit zunehmenden KI-Workloads werden die Betriebsbedingungen anspruchsvoller, und herkömmliche Energiesparmethoden sind in Umgebungen mit mehreren Herstellern nur begrenzt wirksam. In Zukunft plant Mitsubishi Heavy Industries, diesen Ansatz auf die Bereiche Dekarbonisierungsenergie, resiliente Stromsysteme und digitale Lösungen auszuweiten, um einen nachhaltigen Betrieb von Rechenzentren zu unterstützen.










