Die türkische Regierung hat kürzlich die „Industrie- und Technologiestrategie 2030“ veröffentlicht, um ihre Industrieproduktion auf ein weltweit führendes Niveau zu heben. Während das russische Unternehmen Rosatom in Akkuyu den ersten Kernreaktor der Türkei fertiggestellt hat, arbeitet die türkische Regierung an der Entwicklung einer eigenen Technologie auf diesem Gebiet.
Die Strategie umfasst die Schaffung von Clustern der Ausrüstungs- und Infrastrukturindustrie. Zu den Forschungsschwerpunkten zählen dabei potenzielle Technologien wie Flüssigsalzreaktoren. Der Wissenschaftliche und Technologische Forschungsrat der Türkei (TÜBİTAK), die Energie-, Nuklear- und Mineralienforschungsagentur der Türkei (TENMAK) und die Technische Universität Istanbul (İtü) sind gemeinsam für die Gründung des Nukleartechnologieparks verantwortlich.
Das türkische Nationale Institut für Wasserstofftechnologie (TÜBİTAK) ist auch für die Entwicklung von Elektrolyseuren für den Hausgebrauch verantwortlich. Der Nationale Wasserstoffplan zielt darauf ab, die integrierte Produktion, Speicherung, den Transport und den Verbrauch von grünem Wasserstoff zu unterstützen. Dabei konzentriert sich der Verbrauch insbesondere auf energieintensive Industrien wie die Stahl-, Petrochemie- und Düngemittelindustrie.
Ein weiterer Bereich, der gefördert werden soll, ist die Nutzung von Wasserstoff in Brennstoffzellenfahrzeugen, darunter auch Schwerlastfahrzeugen. Die Strategie sieht die Schaffung von Pilotzonen für die Produktion von grünem Wasserstoff vor, die mit Elektrolyseuren ausgestattet sind, die mit Wind- und Solarenergie betrieben werden.
Die Industrie- und Technologiestrategie 2030 enthält darüber hinaus weitere Kapitel, etwa zur Abscheidung, Nutzung und Speicherung von Kohlenstoffdioxid (CCUS oder kurz CCS), zum Zugang zu kritischen Rohstoffen, zur Herstellung von Halbleitern und Batterien sowie zur Cybersicherheit. Die Verantwortlichen versprachen, inländischen Elektrofahrzeugen weiterhin Priorität einzuräumen, aber auch in selbstfahrende Systeme und sogar fliegende Autos zu investieren.









