Das niederländische Unternehmen iwell erhält eine Finanzierung in Höhe von 27 Millionen Euro zur Förderung des Einsatzes gewerblicher und industrieller Energiespeicher in Europa
2025-05-01 15:00
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Das niederländische Energietechnologieunternehmen iwell hat kürzlich eine Finanzierung in Höhe von 27 Millionen Euro abgeschlossen. Die Mittel sollen dazu dienen, die Einführung industrieller und kommerzieller Energiespeicherlösungen im europäischen Markt für Netzengpässe zu beschleunigen. Die Runde wurde vom Meridiam Green Impact Growth Fund geleitet, mit Beteiligung von Invest-NL, Rabobank und bestehenden Investoren.

iwell hat seinen Hauptsitz in Utrecht und plant, sich auf die Expansion auf den deutschen und britischen Markt zu konzentrieren. Beide Länder sind mit zunehmend schwerwiegenderen Kapazitätsengpässen im Stromnetz konfrontiert, was es für Unternehmen zunehmend schwieriger macht, neue Stromanschlüsse zu erhalten. Das Unternehmen bietet integrierte Energiemanagementsysteme (EMS) und Batterie-Energiespeichersysteme (BESS) an und unterstützt Unternehmen dabei, ihren Energieverbrauch durch die Kombination von Hardwaregeräten mit intelligenter Software zu optimieren.

„Die Netze stehen in vielen Märkten aufgrund des zunehmenden Anteils nicht steuerbarer erneuerbarer Energieerzeugung bereits unter Druck“, sagte Jan Willem de Jong, Gründer und CEO von iwell. Mithilfe der Technologie des Unternehmens können Unternehmen Strom speichern, wenn die Strompreise niedrig sind oder ein Überschuss an erneuerbarer Energie vorhanden ist, und ihn entladen, wenn die Stromnachfrage ihren Höhepunkt erreicht. Dadurch können Betriebseinschränkungen in Gebieten mit Netzüberlastung wirksam gemildert werden.

Derzeit verfügt iwell über etablierte Unternehmen in Schlüsselbereichen wie Logistik, Transport und Fertigung und zu seinen Partnern zählen Unternehmen wie DAF Trucks aus den Niederlanden. David Tuohy, Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens, erklärte: „Die Komplexität der Energiewende wird oft unterschätzt. Die Zukunft wird dekarbonisiert und dezentralisiert sein. Ohne intelligente Speicherlösungen wie iwell ist dies schlicht nicht möglich.“

Das niederländische Stromnetz steht vor großen Herausforderungen. Dem niederländischen Congestion Action Program (LAN) zufolge warten rund 12.000 Unternehmen auf einen Netzanschluss, während über 8.000 Projekte für erneuerbare Energien nicht an das Netz angeschlossen werden können. Zwar haben die Regulierungsbehörden versucht, die Netzanschlussregeln zu ändern, um der Überlastungsbeseitigung Priorität einzuräumen, doch diese Versuche wurden von den Gerichten blockiert.

Der europäische Markt für gewerbliche und industrielle Energiespeicherung befindet sich in einer Phase rasanter Entwicklung. iwell hat mehr als 400 Energiespeichersysteme in den Niederlanden, Belgien, Deutschland und dem Vereinigten Königreich installiert. Da große Hersteller wie BYD ihr Angebot an industriellen und kommerziellen Energiespeicherprodukten erweitern, eröffnet sich in diesem Bereich eine neue Runde von Entwicklungsmöglichkeiten.

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