de.wedoany.com-Bericht: Der gemischte Solarpark Stâlpu 2 des griechischen Unternehmens MORE im rumänischen Kreis Buzău ist in Betrieb genommen worden. Das Projekt wurde von der Projektgesellschaft Solar Energy Production entwickelt, die ihren Sitz nordöstlich von Bukarest hat. MORE hält 80 % der Anteile, die restlichen Aktien werden von der zur Premier Energy Group gehörenden Alive Renewable Holding Limited kontrolliert. Das Kraftwerk hat eine installierte Leistung von 63 MW und ist mit einem Batteriespeichersystem von 10 MW/21 MWh ausgestattet. Es befindet sich derzeit in der Testphase und soll voraussichtlich jährlich 76 GWh Strom ins Netz einspeisen.

Dieses Projekt ist die erste erneuerbare Energieanlage von MORE – Motor Oil Renewable Energy außerhalb Griechenlands und zugleich das erste Hybridkraftwerk des Unternehmens. MORE ist eine Tochtergesellschaft des Raffinerieunternehmens Motor Oil Hellas, das auch in den Bereichen grüne Wasserstoffprojekte sowie Kohlenstoffabscheidung und -speicherung tätig ist.
Laut Unternehmensangaben kann die Stromerzeugung des neuen Hybridkraftwerks den Bedarf von 32.000 Haushalten decken. Die Daten zeigen, dass die Anlage jährlich mehr als 26.000 Tonnen CO₂-Emissionen in die Atmosphäre vermeiden kann. Diese Schätzung basiert auf den Treibhausgasemissionen, die bei der Erzeugung der gleichen Strommenge aus fossilen Brennstoffen entstehen würden.
Der ebenfalls im Kreis Buzău gelegene Solarpark Stâlpu 1 befindet sich seit einem Monat in der Testproduktion. Das Kraftwerk umfasst eine 48-MW-Solarfarm und ein Batteriespeichersystem (BESS) mit einer Betriebsleistung von 8 MW und einer Kapazität von 16 MWh. Alive Renewable hält 90 % der Anteile an der Betreibergesellschaft Development Power Solar Energy, MORE hält 10 %. Die rumänische Energieaufsichtsbehörde (ANRE) hatte vor einem Jahr die Baugenehmigungen für diese beiden Hybridkraftwerke erteilt, sodass mit dem Bau begonnen werden konnte.
MORE und Alive Renewable erwarben die beiden Projektgesellschaften im Jahr 2024 für 15,9 Millionen Euro. Laut einem Bericht vom Mai letzten Jahres belief sich die gemeinsame Investitionsbewertung auf 418,2 Millionen rumänische Lei, was zum damaligen Wechselkurs fast 83 Millionen Euro entspricht. Diese beiden Projekte haben Anspruch auf Zuschüsse von bis zu 112,3 Millionen rumänischen Lei aus dem Nationalen Aufbau- und Resilienzplan (NRRP, rumänisches Akronym PNRR), einem Mechanismus, der Teil des EU-Aufbau- und Resilienzfonds ist.






