MTN Südafrika und Telecel Mauritius planen, bei der Vergabe von 5G-Lizenzen in Ghana mitzubieten
2026-07-11 17:36
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de.wedoany.com-Bericht: Am 8. Juli bestätigten die MTN Group aus Südafrika und die auf Mauritius ansässige Telecel Group ihre Absicht, an der bevorstehenden Auktion von 5G-Lizenzen in Ghana teilzunehmen. Die Auktion soll in den nächsten Wochen stattfinden. Die ghanaische Regierung hat beschlossen, das exklusive Franchise von Next Gen Infraco (NGIC) für den Aufbau und Betrieb eines 5G-Großhandelsnetzes im Land aufzuheben.

NGIC erhielt 2024 eine zehnjährige Exklusivlizenz, die ursprünglich 2034 auslaufen sollte. Das Geschäftsmodell sah den Aufbau eines neutralen Großhandelsnetzes vor, das von mehreren Betreibern gemeinsam gemietet werden kann. Die ghanaische Regierung, lokale Betreiber sowie Ausrüstungs- und Technologieunternehmen wie Nokia, Radisys und Tech Mahindra waren an dem entsprechenden Netzwerk beteiligt. Radisys, ein Unternehmen der indischen Reliance Industries, wurde als wichtigster Netzwerk-Infrastrukturanbieter ausgewählt. NGIC begann anschließend mit dem Aufbau des 5G-Netzes, doch der Zugang für Betreiber, der Standortaufbau und die Netzabdeckungserweiterung blieben hinter dem geplanten Zeitplan zurück. Die ghanaische National Communications Authority hat damit begonnen, die Exklusivlizenz zu ändern und aufzuheben, sodass andere Mobilfunkbetreiber direkt Frequenzen erhalten und eigene 5G-Netze aufbauen können.

Bis März 2026 hatte NGIC nur 49 5G-Standorte in Betrieb oder in einem aktivierbaren Zustand, davon 43 in der Region Greater Accra. Das Unternehmen hatte zuvor den Bau von 1.200 Standorten bis 2027 angekündigt; der bisher erreichte Umfang liegt noch weit von diesem Ziel entfernt.

Das neue Lizenzmodell wird nicht mehr vollständig auf ein einziges Großhandelsnetz angewiesen sein. Ghana plant, sowohl den Weg der gemeinsamen Großhandelsinfrastruktur als auch den eigenständigen Netzaufbau durch Betreiber beizubehalten. Unternehmen, die Frequenzen erhalten, dürfen Funkzugangsgeräte, Kernnetze und zugehörige Übertragungssysteme einsetzen und weiterhin über das Großhandelsnetz die Abdeckung in bestimmten Gebieten ergänzen. Zu den zur Auktion stehenden Ressourcen gehören die Frequenzbänder 3,5 GHz und 26 GHz. Ersteres eignet sich für flächendeckende Versorgung und Kapazitätserweiterung in Städten, Letzteres hauptsächlich für dicht besiedelte Gebiete, Hotspots mit hohem Datenvolumen und Fixed-Wireless-Access-Szenarien. Die genaue Bandbreite, Startbedingungen und Lizenzlaufzeiten der betreffenden Frequenzen wurden noch nicht bekannt gegeben.

Stephen Blewitt, CEO von MTN Ghana, einer Tochtergesellschaft der südafrikanischen MTN Group, erklärte, das Unternehmen werde an der Lizenzausschreibung teilnehmen. Auch Moh Damush, CEO der mauritischen Telecel Group, bestätigte die Teilnahmepläne. Sollten die beiden Unternehmen Frequenzen erhalten, könnten sie vom derzeitigen Modell der Anmietung oder des Wartens auf gemeinsame Netzressourcen zu einem betreibergeführten Modell übergehen, bei dem sie Basisstationen, Funkkapazität und das Tempo des Netzausbaus eigenständig planen können.

Ghana hat derzeit etwa 35 Millionen Einwohner. Der Mobilfunkdatenmarkt wird hauptsächlich von MTN Ghana und Telecel Ghana betrieben. MTN hält etwa 80 % der mobilen Datennutzer des Landes. Telecel hatte zuvor das lokale Geschäft von Vodafone in Ghana übernommen und bietet Roaming-Dienste für Kunden eines anderen Betreibers, AT, an. Telecel schlug vor, dass die Lizenzvergabe nicht allein vom Höchstgebot abhängig gemacht werden sollte. Die Auktionsregeln müssten auch das Verhältnis zwischen Frequenzmenge, Marktanteilen und der Netzaufbaufähigkeit der verschiedenen Betreiber berücksichtigen.

Das von der ghanaischen Regierung festgelegte aktuelle Ausbauziel ist, bis März 2027 70 % der Bevölkerung des Landes mit einem 5G-Netz zu versorgen. GSMA Intelligence prognostiziert, dass die Bevölkerungsabdeckung bis Ende 2026 7 % erreichen könnte, wenn das Land in naher Zukunft die kommerzielle 5G-Einführung ausweitet; im gleichen Zeitraum wird für Nigeria ein Wert von 22 %, für Kenia von 38 % und für Südafrika von über 60 % erwartet. Die in den nächsten Wochen startende Lizenzauktion wird darüber entscheiden, welche Betreiber die neuen Frequenzen erhalten und wie die 49 bestehenden NGIC-Standorte in das neue Mischsystem aus Großhandels- und Betreibereigennetzen integriert werden.

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