de.wedoany.com-Bericht: InCoax Networks AB stellt ein Breitband-Bereitstellungsmodell vor, das 5G-mmWave Fixed Wireless Access (FWA) mit der MoCA-Access-Technologie über vorhandene Koaxialkabel in Gebäuden kombiniert. Dieses Modell ist speziell für Mehrfamilienhäuser (Multi-Dwelling Units, MDUs) konzipiert und ermöglicht es Betreibern, die Verfügbarkeit von Breitbanddiensten in dichten städtischen Gebäuden zu beschleunigen, ohne eine vollständige Neuverkabelung im Gebäude durchführen zu müssen.

Fünf Jahre nach der Einführung der 5G-Technologie ist die Kluft zwischen dem hohen Kapazitätspotenzial des Millimeterwellenbandes und den alltäglichen Breitbandanwendungen nach wie vor erheblich. Diese Technologie bietet in Tests extrem hohe Kapazitäten, hat jedoch keinen breiten kommerziellen Durchbruch erzielt. Hochfrequentes 5G eignet sich nicht für großflächige Abdeckung oder tiefe Innenraumversorgung durch Wände und Decken; seine Stärke liegt in der hohen Kapazität über kurze Distanzen, insbesondere in Bereichen mit konzentrierter Nachfrage.
Fixed Wireless Access gilt als eine der relevantesten Anwendungen für 5G-mmWave. In dichten städtischen Gebieten, in denen mehrere Haushalte auf engem Raum leben und die Tiefbaukosten für Glasfaserverlegung hoch sind oder der Fortschritt langsam ist, kann mmWave-FWA schneller Multigigabit-Kapazität in Gebäude bringen. Die jüngsten US-amerikanischen 5G-Spektrumauktionen haben ebenfalls die strategische Bedeutung lizenzierter drahtloser Kapazität unterstrichen. Allerdings benötigen Betreiber eine kosteneffiziente Methode, um die Kapazität vom Gebäudeeingang zu jedem Endnutzer zu transportieren.
InCoax hat sich der Lösung dieser Bereitstellungsherausforderung verschrieben. Die Lösung nutzt die in vielen MDUs bereits vorhandene Koaxialkabelinfrastruktur, um ein reguliertes Breitbandzugangsnetz aufzubauen. Die Plattform basiert auf der MoCA-Access-Technologie und verteilt die Kapazität vom Gebäudeeingang zu den einzelnen Wohnungen, wobei sie Benutzerisolierung, Dienstqualitätssicherung und Betriebskontrolle unterstützt, ohne dass eine Neuverkabelung im Gebäude erforderlich ist. Die TR-507-Architektur des Broadband Forum bietet einen Rahmen für dieses Modell: Eine einzelne 5G-FWA-Verbindung dient als gemeinsamer Backhaul für das Gebäude, während InCoax MoCA Access die Kapazität über vorhandene Koaxialkabel auf jede Wohnung verteilt.
Diese gebäudezentrierte Lösung wurde auf der Network X in Paris validiert. Nokia und InCoax haben gemeinsam eine auf TR-507 und MoCA Access over Coax basierende Mehrfamilienhaus-5G-FWA-Lösung vorgestellt und dafür den Preis „FWA-Lösung des Jahres“ erhalten. Gemeinsam genutztes 5G-mmWave-FWA kann schnell hochkapazitives Breitband in Gebäude bringen, während InCoax MoCA Access die interne Verteilung über die vorhandene Infrastruktur übernimmt, wodurch der Bedarf an Neuverkabelung im Gebäude reduziert und die Bereitstellungszeit verkürzt wird. Das Modell behält auch einen Migrationspfad bei: Die MoCA-Access-Plattform im Gebäude kann in Zukunft auf Glasfaser-Backhaul umgestellt werden.
Craig Thomas, CEO und Präsident des Broadband Forum, erklärte, dass die eigentliche Herausforderung von hochfrequentem 5G nicht darin liege, die Straße zu erreichen, sondern in der letzten Verbindung innerhalb des Gebäudes. Die TR-507-Architektur betrachte 5G-FWA als gemeinsamen Backhaul für MDUs und nutze die bereits vorhandenen Koaxialkabel im Gebäude, um jede Wohnung zu erreichen, wodurch 5G-FWA zu einer skalierbaren Breitbandoption für Wohngebäude werde. Jakob Tobieson, CEO von InCoax Networks, wies darauf hin, dass das fehlende Element in vielen 5G-FWA-Bereitstellungen nicht nur die drahtlose Kapazität sei, sondern vor allem eine praktische Methode, um diese Kapazität von außerhalb des Gebäudes in jede Wohnung zu bringen. Durch die Wiederverwendung vorhandener Koaxialkabel mit MoCA Access könne gemeinsames 5G-FWA in MDUs eingesetzt werden, wodurch Verzögerungen und Störungen durch Neuverkabelung vermieden würden.






