National Juneteenth Museum in den USA plant Baubeginn für Herbst

2026-07-12 10:11
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de.wedoany.com-Bericht: Das National Juneteenth Museum in den USA soll im Herbst 2026 mit dem Bau beginnen und das bestehende Gemeindezentrum ersetzen. Die Gesamtfläche beträgt rund 6.690 Quadratmeter. Das Projekt, das von BIG in Zusammenarbeit mit Alligood Song Architecture entworfen wurde, soll an die Befreiung der schwarzen Sklaven erinnern und die Wiederbelebung der Gemeinde fördern.

Außenansicht © BIG

Innenraum © BIG

Juneteenth geht auf den 19. Juni 1865 zurück – zweieinhalb Jahre nach der Unterzeichnung der Emanzipationsproklamation trafen Bundestruppen in Galveston, Texas ein und verkündeten offiziell die Freiheit der letzten Versklavten des Bundesstaates. Im Jahr 2021 wurde Juneteenth durch den langjährigen Einsatz der 90-jährigen Aktivistin Opal Lee zum bundesweiten Feiertag in den USA. Opal Lee, die in ihrem Haus ein kleines Juneteenth-Museum betrieb, bezeichnete die Verwirklichung des Museums als „den nächsten Schritt des Schicksals“.

Eingang an der Straße © BIG

Das Projekt befindet sich im historischen Süden von Fort Worth, Texas, einem Gebiet, das durch den Bau von Interstate-Highways in den 1960er Jahren zerschnitten wurde und unter Ressourcenknappheit leidet. Das Museum soll als wirtschaftlicher Motor dienen, der die Gemeinde wieder zusammenführt. Es umfasst immersive Ausstellungsräume, eine Food Hall, Räume für Unternehmensgründungen, ein Black-Box-Theater und einen Mehrzwecksaal, die sowohl lokale Bewohner als auch internationale Besucher anziehen sollen.

Innenhof © BIG

Das zentrale Bild des Gebäudes ist ein „neuer Stern“. Der Innenhof hat die Form eines fünfzackigen Sterns und symbolisiert ein neues Kapitel für Afroamerikaner auf dem Weg in eine gerechtere Zukunft.

Entwurfslogik © BIG

Entwurfslogik © BIG

Der Boden des Innenhofs ist mit einem sternförmigen Terrazzo ausgelegt, der auf die besondere Identität von Texas als letztem befreitem Bundesstaat verweist und gleichzeitig an die fünfzig Sterne der US-Flagge erinnert, was die Freiheit im ganzen Land symbolisiert.

Innenhof in Form eines „neuen Sterns“ © BIG

Innenhof in Form eines „neuen Sterns“ © BIG

Das Dach wogt wie ein Gebirge und umschließt einen offenen Kern. Oberlichter leiten Tageslicht in die Zwischengeschoss-Ausstellungsräume, sodass die oberen und unteren Räume einander gegenüberstehen und eine lebendige und natürliche visuelle Interaktion entsteht. Fünf Eingänge an der Straßenseite ermöglichen einen flexiblen, unabhängigen Betrieb der Ausstellungsbereiche. Zwei überdachte Arkaden öffnen sich von der Nord- und Südwestseite und laden die Besucher direkt in den Innenhof.

Eingang zur Ausstellungshalle © BIG

Das Gebäude verwendet in großem Umfang eine Holzrahmenkonstruktion mit großen Spannweiten. Das freiliegende Holz setzt sich von außen nach innen fort und wird mit poliertem Beton und Terrazzo kombiniert, was eine schlichte, aber warme Atmosphäre schafft. Glasfassaden zum Innenhof hin lösen die Grenze zwischen innen und außen auf und machen Gemeinschaftsaktivitäten und Ausstellungsinhalte füreinander sichtbar.

Innenraum mit Holzrahmenkonstruktion großer Spannweite © BIG

Innenraum © BIG

Transparente Raumatmosphäre © BIG

Die Ausstellungsroute beginnt in der Empfangshalle im Erdgeschoss, führt über Treppen oder Aufzüge in das lichtdurchflutete Zwischengeschoss und dann entlang eines Umgangs um den Innenhof. Der äußere Platz ist mit Rasen, einheimischen Pflanzen und Holzbänken gestaltet und bietet Platz für Kunstinstallationen im Freien und Versammlungen, wodurch das Gefühl der Gemeinschaft im Innenraum bis in die Straßen hinein verlängert wird.

Innenhof © BIG

Douglass Alligood, Partner bei BIG, erklärte, dass die wiederholten Gespräche mit Opal Lee und den Gemeindebewohnern die Grundlage für alle Gestaltungsprinzipien bildeten. „Als schwarzer Architekt ist dies das bedeutendste Projekt meiner Karriere.“

Empfangshalle © BIG

Theaterraum © BIG

Visuelle Interaktion zwischen den Ebenen © BIG

Innenraum des Projekts © BIG

Das Museum soll voraussichtlich nach 2027 für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Es trägt nicht nur die Erinnerung an die verspätete Befreiung in sich, sondern auch die reale Hoffnung der Gemeinde, einen neuen Mittelpunkt des öffentlichen Lebens zu gewinnen.

Bild

Schnittzeichnung © BIG

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